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Hamilton führt, Verstappen in Silverstone nur Sechster

Lewis Hamilton hat im einzigen freien Training zum Grand Prix von Großbritannien in Silverstone die Bestzeit gesetzt, während Max Verstappen für Red Bull nur auf Rang sechs landete und 0,980 Sekunden Rückstand mit in ein Sprint-Wochenende ohne weitere Trainingszeit nimmt.

Hamilton fuhr in 1:29,260 die schnellste Runde des FP1 und bescherte dem Heimpublikum damit den ersten Höhepunkt des Wochenendes. Hinter ihm folgten Kimi Antonelli mit 1:29,473 und Charles Leclerc mit 1:29,859. George Russell komplettierte die Spitzengruppe mit 1:29,938 auf Platz vier. Damit gaben zunächst Ferrari und Mercedes den Takt vor, als es in Silverstone zum ersten Mal ernst wurde.

Gerade weil es sich um ein Sprint-Wochenende handelt, wog diese Stunde besonders schwer. Vor dem Sprint-Qualifying am Freitag blieb den Teams nur diese eine Session, um Abstimmung und Reifenverhalten zu verstehen. Das Feld begann geschlossen auf harten Reifen, ehe in der Schlussphase auf Medium und Soft gewechselt wurde, also auf die Mischungen, die später für das Sprint-Qualifying entscheidend sind.

Red Bull sah in der ersten Phase noch deutlich konkurrenzfähiger aus. Verstappen konnte auf den harten Reifen solide Zeiten setzen, und auch Isack Hadjar mischte früh an der Spitze mit. Nach 15 Minuten führte Hadjar zwischenzeitlich mit einer 1:30,9, ehe Antonelli auf Hard auf 1:30,7 nachlegte. Hamilton übernahm dann mit noch 26 Minuten auf der Uhr auf derselben Mischung mit 1:30,521 die Spitze.

Das Bild änderte sich, als die weichen Reifen ins Spiel kamen. Russell war der Erste unter 1:30, Antonelli legte noch einmal nach und setzte sich zunächst an die Spitze. Sechs Minuten vor Schluss konterte Hamilton dann mit seiner 1:29,260 und holte sich Rang eins zurück. Während Ferrari und Mercedes auf Soft den entscheidenden Schritt fanden, wirkte Verstappens Runde laut den vorliegenden Berichten alles andere als sauber. Er kam nur auf 1:30,240 und blieb damit fast eine volle Sekunde hinter Hamilton.

Dass das kein Einzelfall war, zeigte auch die andere Red-Bull-Seite der Garage. Hadjar, der auf harten Reifen noch lange weit vorn gelegen hatte, fiel am Ende mit 1:30,338 auf Platz acht zurück. Beide Red-Bull-Fahrer lagen damit ungefähr eine Sekunde hinter Hamilton. Das unterstrich den Eindruck, dass der Wagen auf den roten Reifen deutlich weniger überzeugte als in den ersten Longer-Runs auf Hard.

Vor Verstappen schob sich neben dem Ferrari- und Mercedes-Quartett auch Oscar Piastri im McLaren auf Rang fünf mit 1:30,147. Lando Norris wurde Siebter in 1:30,288. Für Red Bull war das die auffälligste Entwicklung der Session: Nicht die absolute Pace zu Beginn fehlte, sondern die entscheidende Steigerung, als die Strecke für die Soft-Runs vorbereitet war und die Zeiten fallen mussten.

Genau das erhöht den Druck vor dem Sprint-Qualifying. Weil keine weitere Trainingssession mehr folgt, muss Red Bull die Probleme mit dem Soft-Reifen direkt vor dem ersten echten Qualifying des Wochenendes lösen. Hamiltons Bestzeit dagegen liefert Ferrari auf seiner Heimstrecke des Briten sofort ein glaubwürdiges Signal, dass das Team in Silverstone um die vorderen Plätze kämpfen kann.