Lewis Hamilton sagt, Ferraris besserer Start in die Formel-1-Saison 2026 sei erst möglich geworden, nachdem er sich nach seinem schwierigen ersten Jahr bei der Scuderia internes Vertrauen zurückerarbeitet hatte und seine technischen Forderungen endlich umgesetzt wurden.
Vor dem Grand Prix von Großbritannien beschrieb Hamilton die Wende weniger als plötzlichen Leistungssprung, sondern als Ergebnis eines langen Prozesses innerhalb des Teams. Nach einer enttäuschenden Saison 2025, in der er bei Ferrari regelmäßig hinter Charles Leclerc lag, ist der siebenmalige Weltmeister 2026 deutlich stärker unterwegs. Er steht mit vier Podestplätzen, darunter dem Sieg in Barcelona, in einer anderen Position als noch vor einem Jahr.
Ein zentraler Punkt ist für ihn das Auto selbst. Hamilton sagte, dass der SF-26 Elemente enthält, die er bereits 2025 eingefordert hatte. Dazu zählt eine neue Vorderradaufhängung, die zunächst für den Simulator gebaut und dort getestet wurde, bevor sie in diesem Jahr ans Auto kam. Auch die Bremsen, die er haben wollte, seien nun endlich verfügbar. Hamilton stellte diese Änderungen als wichtigen Teil seines Fortschritts dar.
Parallel dazu veränderte er die personelle Struktur um sich herum. Hamilton trennte sich von seinem bisherigen Renningenieur, begann eine neue Zusammenarbeit mit Carlo Santi und ordnete Teile seines eigenen Teams sowie dessen Anbindung an Ferrari neu. Dazu kam nach seinen Worten eine Neujustierung des Verhältnisses zur Führungsebene, damit beide Seiten "auf derselben Linie" arbeiten und "Verbündete statt Gegner" seien.
Warum dieser Prozess so lange dauerte, erklärte Hamilton offen. Lewis Hamilton, Ferrari-Pilot und siebenmaliger Weltmeister, sagte gegenüber Medien, darunter RacingNews365: „Jedes Wochenende war im vergangenen Jahr ein wirklich schwieriges Wochenende, also hören die Leute einem natürlich weniger zu, wenn die Resultate so sind. So nach dem Motto: Warum sollten wir auf dich hören, wenn du diese Ergebnisse bringst?“
Genau deshalb habe der Neuaufbau des Vertrauens Zeit gebraucht. „Es hat lange gedauert, dieses Vertrauen aufzubauen, und ich glaube, dieses Vertrauen ist jetzt da, und die Dinge, um die ich bitte, werden jetzt umgesetzt“, sagte Hamilton.
Der Unterschied zeigt sich auch in den Zahlen. Nach seiner ersten Ferrari-Saison ohne Podestplatz, der ersten seiner Karriere, hat Hamilton das interne Kräfteverhältnis 2026 zunächst gedreht. Nach acht absolvierten Runden liegt er vor Leclerc, ist Dritter in der Fahrerwertung und hat 46 Punkte Rückstand auf Andrea Kimi Antonelli.
Für Hamilton ist der entscheidende Fortschritt deshalb nicht nur ein schnelleres Auto, sondern eine funktionierende Zusammenarbeit. Er sagte, Ferrari sei nun „an einem viel, viel besseren Punkt“, was es erlaube, „in Synergie voranzugehen“. Diese wechselseitige Zusammenarbeit, in der beide Seiten sich gegenseitig antreiben, sieht er als wichtigste Grundlage dafür, dass Ferraris Aufwärtstrend Bestand haben kann.
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