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Hadjar sieht Red Bull in Österreich als Nummer zwei

Isack Hadjar hat den Österreich-Grand-Prix zwar nur auf Platz sechs beendet, wertete das Rennen aber als Beleg für den Fortschritt von Red Bull: Vom achten Startplatz aus habe mit dem aufgerüsteten Auto sogar Rang vier drin sein können, und im Renntrimm sei es das zweitschnellste Paket gewesen.

Hadjar kämpfte sich in Spielberg durch das Feld, lieferte sich Duelle mit beiden McLaren und mit Lewis Hamilton und kam danach zu einem klaren Urteil über das verpasste Potenzial. Gegenüber Crash.net sagte Isack Hadjar, Red-Bull-Fahrer: „Ich kann mich in meiner Karriere an kein Rennen erinnern, in dem ich mit den großen Jungs gekämpft habe, wie den Ferrari und den McLarens.“ Das habe „echt Spaß gemacht“, sagte er, fügte aber auch hinzu: „Wenn wir ein bisschen weiter vorne gestartet wären und es nicht diese Probleme mit dem Energieeinsatz gegeben hätte, dann wäre Platz vier drin gewesen. Das ist positiv.“

Damit rückte für Hadjar weniger das Endergebnis als die Ursache für das verpasste Mehr in den Mittelpunkt. Schon im Qualifying hatte er über das Bremsgefühl geklagt und erklärt, dass er mit dem RB22 nicht wie gewohnt spät und hart bremsen könne. Im Rennen sei das Problem nicht verschwunden. Er sprach von „ziemlich vielen Verbremsern“ und „sehr wenig Vertrauen“, weshalb er sich in jeder Bremszone Reserve habe lassen müssen.

Hadjar machte aber auch deutlich, dass die Bedingungen in Spielberg die Lage zusätzlich verschärften. Er habe das Gefühl gehabt, dass die Fahrer um ihn herum ähnliche Probleme hatten. Als mögliche Ursache nannte er die hohen Streckentemperaturen: „Das könnte streckenspezifisch sein, mit den heißen Asphalttemperaturen, und die Reifen haben sich sehr schlecht angefühlt.“

Gerade deshalb fiel sein Fazit zum Upgrade positiv aus. Hadjar sagte, man spüre den Schritt „definitiv im Rennspeed“ und erklärte: „Heute hatten wir das zweitschnellste Auto.“ Besonders wichtig war für ihn, dass sich eine typische Schwäche von Red Bull an diesem Wochenende abgeschwächt habe. Normalerweise leide das Team im Rennen stärker als im Qualifying, diesmal sei das „mehr ausgeglichen“ gewesen.

Für Red Bull ist Hadjars sechster Platz damit mehr als nur ein solides Resultat. Seine Aussagen deuten darauf hin, dass das Österreich-Upgrade vor allem über die Distanz Wirkung gezeigt hat und dass ein besserer Startplatz ohne Brems- und Deployment-Probleme den Kampf um die ersten vier Plätze realistisch gemacht hätte.