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Gilles-Villeneuve-Helm bricht Auktionsrekord

Der Ferrari-Helm, den Gilles Villeneuve beim Grand Prix von San Marino 1982 trug, ist für 1,25 Millionen US-Dollar versteigert worden und gilt damit als teuerster Rennhelm der Auktionsgeschichte.

Der Preis, umgerechnet etwas mehr als eine Million Euro, lag klar über der bisherigen Bestmarke. Die hatte im Vorjahr Ayrton Sennas Helm vom Belgien-Grand-Prix 1992 gesetzt, der für 720.000 Pfund verkauft worden war, also für rund 829.000 bis 831.000 Euro. Damit wurde der bisherige Rekord nicht nur knapp übertroffen, sondern deutlich verschoben.

Darren Jack, CEO der Hall of Fame Collection, sprach von einem „Weltrekord“. Er bezeichnete das Stück als „ein extrem seltenes Modell in der Sammlerwelt“ und sagte, es handle sich um „einen von nur fünf oder vielleicht sogar noch weniger existierenden Rennhelmen, die Gilles Villeneuve getragen hat“.

Gerade diese Seltenheit erklärt, warum der Helm im Sammlermarkt weit über den rein historischen Wert hinausreicht. Es handelt sich nicht um irgendein Erinnerungsstück aus Villeneuves Karriere, sondern um einen Helm aus einem der bekanntesten und emotional aufgeladensten Kapitel der Formel-1-Geschichte. Nach Angaben der Verkäufer befand sich das Stück fast 30 Jahre lang in einer Privatsammlung, bevor es wieder auf den Markt kam.

Getragen wurde der Helm in Imola beim Grand Prix von San Marino 1982, Villeneuves letztem Formel-1-Rennen. Der Ferrari-Pilot wurde dort Zweiter, nachdem Teamkollege Didier Pironi ihn in der Schlussphase trotz der Anweisung zum Langsamerfahren noch überholt hatte. Gerade dieser Kontext verleiht dem Objekt zusätzliche Bedeutung, weil das Rennen bis heute als Schlüsselmoment in Villeneuves Karriere gilt.

Nur zwei Wochen nach Imola kam Villeneuve im Qualifying zum Belgien-Grand-Prix in Zolder tödlich ums Leben. Nach den vorliegenden Angaben trug er bei diesem Unfall einen anderen Helm. Der jetzt versteigerte Helm ist deshalb direkt mit seinem letzten Grand-Prix-Einsatz verknüpft, nicht mit dem tödlichen Wochenende danach.

Auch optisch ist das Stück klar zuzuordnen: Der Helm ist überwiegend rot, mit schwarzen Streifen an beiden Seiten und einem stilisierten roten „V“ auf der Rückseite. In einem Sammlermarkt, in dem Originalität, Einsatzgeschichte und Seltenheit den Wert bestimmen, vereint er damit genau die Merkmale, die ihn mehr als vier Jahrzehnte nach seinem Einsatz zu einem millionenschweren Formel-1-Objekt gemacht haben.