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Ferrari bestätigt Santi als Hamiltons Renningenieur

Ferrari will Carlo Santi als Renningenieur von Lewis Hamilton behalten und macht aus einer Übergangslösung zu Beginn der Saison 2026 eine feste Arbeitsbeziehung, nachdem Hamiltons Formanstieg mit seinem ersten Sieg für die Scuderia in Barcelona seinen Höhepunkt erreicht hat.

Wie BBC Sport berichtet, war Santi während der Testfahrten vor der Saison zunächst nur als vorläufige Lösung eingesetzt worden, nachdem Riccardo Adami unternehmensintern in eine andere Rolle gewechselt war. Inzwischen sieht Ferrari keinen Anlass für einen weiteren Wechsel. Ein Ferrari-Sprecher sagte der BBC: „Carlo und Lewis arbeiten ziemlich gut zusammen und es gibt keinen Plan, ihn zu ersetzen.“

Der Schritt ist für Hamilton sportlich bedeutsam, weil er auf eine schwierige erste Ferrari-Saison 2025 folgte. Damals arbeitete er mit Adami zusammen, in einem Jahr, das als enttäuschend und kompliziert beschrieben wurde. Seit Santi den Posten übernommen hat, ist er in den ersten sieben Rennwochenenden 2026 die konstante Stimme am Funk für Hamilton gewesen.

Dass Ferrari an dieser Konstellation festhält, passt zur jüngsten Entwicklung auf der Strecke. Hamilton wurde in Monaco Zweiter und gewann danach den Grand Prix von Barcelona-Catalunya, seinen ersten Ferrari-Sieg. Hamilton und Santi standen anschließend gemeinsam auf dem Podium, ein sichtbares Zeichen dafür, wie schnell aus einer improvisierten Lösung ein zentraler Faktor in Hamiltons Eingewöhnung geworden ist.

Hamilton selbst machte nach dem Sieg in Spanien deutlich, wie schnell die Verbindung entstanden ist. Lewis Hamilton sagte nach dem Rennen, es sei „großartig gewesen, ihn dort oben zu haben“. Über Santi sagte er: „Er ist dieses Jahr eingesprungen, ist direkt tief mit mir eingetaucht. Wir kannten uns nicht, wir hatten nie miteinander gesprochen und ich wusste überhaupt nichts über ihn.“ Dann habe es aber sofort gepasst: „Wir haben uns getroffen und ich glaube, wir haben uns auf Anhieb verstanden.“

Für Hamilton geht es dabei nicht nur um persönliche Chemie, sondern um eine der wichtigsten Arbeitsbeziehungen in einem Formel-1-Team. Er betonte, wie entscheidend die Zusammenarbeit zwischen Fahrer und Ingenieur sei, wenn es darum geht, das Verhalten des Autos in Kurveneingang, Scheitelpunkt und Ausgang präzise zu beschreiben und zu verstehen. In diesem Zusammenhang zog er auch eine Parallele zu früheren Partnerschaften und sagte: „Ich habe das Gefühl, Carlo ist wie mein italienischer Bono.“

Santis Erfahrung dürfte Ferrari zusätzliches Vertrauen geben. Er arbeitete in der Vergangenheit unter anderem mit Kimi Räikkönen und betreute den Weltmeister von 2007 auch bei dessen 21. und letztem Formel-1-Sieg in Austin 2018. Für Hamilton ist aber vor allem entscheidend, dass mit Santi aus einer Zwischenlösung offenbar der feste technische Bezugspunkt geworden ist, während seine Ergebnisse im Ferrari spürbar besser werden.