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F1 erhöht Testtage für 2027 und schärft TPC-Regeln

Die F1-Kommission hat für 2027 ein kleines, aber relevantes Regelpaket auf den Weg gebracht: Die Vorsaisontests werden von drei auf vier Tage erhöht, dazu kommen kleinere Änderungen an Aero- und Karosserie-Komponenten sowie schärfere Vorgaben für das Testing of Previous Cars, alles noch vorbehaltlich der Zustimmung des FIA World Motor Sport Council.

Der zusätzliche Testtag ist der auffälligste Beschluss der Sitzung vom 2. Juni in den FIA-Büros in London. Dort tagte die Kommission zum zweiten Mal im Jahr 2026 unter Leitung von Nikolas Tombazis, FIA Single-Seater Director, und Stefano Domenicali, Präsident und CEO der Formula One Management. Für 2027 war ursprünglich die Rückkehr zum üblichen Umfang von drei Vorsaisontagen vorgesehen, nun wurde dieser Plan auf vier Tage erweitert.

Damit reagiert die Formel 1 zumindest teilweise auf die Erfahrung aus 2026, als den Teams wegen der komplett neuen Fahrzeuggeneration deutlich mehr Vorbereitungszeit eingeräumt worden war. In der Vorsaison gab es einen fünftägigen privaten Shakedown in Barcelona sowie zwei offizielle Dreitagestests in Bahrain, also insgesamt bis zu neun Testtage, um die neuen Autos und Systeme besser zu verstehen.

Weniger transparent fiel die Kommunikation bei den technischen Details für 2027 aus. Die FIA bestätigte lediglich „minor changes“ an aerodynamischen und Karosserie-Komponenten und hielt die veröffentlichten Informationen zur Sitzung bewusst knapp. Konkrete Angaben dazu, welche Bauteile betroffen sind oder wie stark die Änderungen ausfallen, wurden nicht gemacht.

In der Berichterstattung von PlanetF1.com werden diese Anpassungen mit einer möglichen Reduzierung des Abtriebs in Verbindung gebracht. Demnach könnten die Autos aerodynamisch glatter werden, was die Kurvengeschwindigkeit beeinflussen und die Performance auf den Geraden verbessern würde. Offiziell bestätigt hat die FIA diese Auslegung jedoch nicht.

Ebenfalls beschlossen wurden Änderungen an den TPC-Regeln. Laut FIA betreffen sie „limitations on conducting testing at circuits due to hold a race in the subsequent year’s championship“. Damit werden Testfahrten mit älteren Autos auf Strecken weiter eingeschränkt, die im folgenden Jahr einen Grand Prix austragen sollen. Bislang durften Teams an einer Kalenderstrecke nur innerhalb von zwei Monaten vor deren Formel-1-Termin kein TPC-Programm absolvieren, dieses Sperrfenster soll nun verlängert werden.

Für Teams und Hersteller ist damit vor allem klar, dass die Vorbereitung auf 2027 etwas mehr Streckezeit erhält, während der Spielraum für Testprogramme mit älteren Autos enger wird. Endgültig in Kraft tritt das Paket aber erst, wenn der FIA World Motor Sport Council die Beschlüsse formal ratifiziert.