Cadillac hat die Spekulationen um einen möglichen schnellen Austausch von Valtteri Bottas vor dem Grand Prix von Monaco entschieden zurückgewiesen. Teamchef Graeme Lowdon erklärte, an den Berichten habe es "absolut keine Grundlage" und "keine Wahrheit" gegeben.
Lowdon stellte vor allem den Kern des Gerüchts infrage, wonach Colton Herta Bottas schon in den nächsten Rennen ersetzen könnte. Das sei schon deshalb unlogisch, weil Herta derzeit nicht genügend FIA-Superlizenz-Punkte besitzt, um überhaupt in der Formel 1 starten zu dürfen. "Einige Gerüchte behaupten, wir könnten Colton schon in den kommenden Rennen ins Auto setzen", sagte Graeme Lowdon, Teamchef von Cadillac, vor Journalisten in Monaco. "Colton verfügt ganz einfach nicht über die nötigen Superlizenz-Punkte. Das sagt wahrscheinlich alles über die Qualität einiger dieser Spekulationen."
Damit konterte Cadillac Berichte, wonach Bottas nach einem schwierigen Start in die Debütsaison 2026 akut unter Druck stehe. Zuletzt war behauptet worden, der Finne habe im Qualifying in Montreal acht Zehntel auf Teamkollege Sergio Perez verloren und könne bei anhaltenden Problemen in Monaco schon in der nächsten Woche seinen Platz verlieren.
Dass das Thema überhaupt Fahrt aufgenommen hatte, liegt auch an Cadillacs schwierigem Saisonbeginn. Perez ist in diesem Jahr laut den Berichten noch nicht besser als auf Platz 15 ins Ziel gekommen, während auch Bottas bei den Resultaten hinterherhinkt. Bottas selbst hatte die Lage zuletzt jedoch nüchtern eingeordnet. "Es gibt keine Frustration, dafür habe ich mich entschieden", sagte er. Er verwies zugleich auf Fortschritte im Hintergrund, sprach von funktionierenden Upgrades in Miami und einer weiterhin besseren Konstanz, auch wenn noch nicht jedes Teil am Auto gleich gut arbeite.
Lowdon machte deutlich, dass Cadillac die Leistungen seiner Fahrer nicht nur an den nackten Ergebnissen misst. Außenstehende wüssten nicht, was das Team von seinen Piloten von Session zu Session, von Rennen zu Rennen und in der Fahrzeugentwicklung verlange, sagte er. Gerade weil Cadillac parallel sein Auto, seine sportliche Struktur und seinen gesamten Rennbetrieb als neues elftes Team im Feld aufbaue, würden Bottas und Perez mehr leisten müssen als Fahrer in bereits etablierten Organisationen.
Die öffentliche Absage an die Gerüchte ist deshalb auch ein Signal der Stabilität. Cadillac hält an Bottas und Perez fest und bewertet ihren Beitrag zum Aufbau des Projekts höher als die Schlagzeilen über einen möglichen Fahrerwechsel nach nur fünf Grands Prix.
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