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Cadillac gelingt in Silverstone der erste Doppelfinish

Cadillac brachte in Silverstone beide Autos ins Ziel und beendete damit eine Serie von drei Ausfällen in Folge. Sergio Perez wurde nach 52 Runden als 15. gewertet, Valtteri Bottas als 17., in einem Rennen, das das Team als seine bislang stärkste Vorstellung seit dem Update in Österreich einordnete.

Das war ein deutlicher Kontrast zum vorigen Wochenende in Spielberg, als beide Cadillacs schon nach vier Runden mit brennenden Bremsen an die Box zurückkehren mussten. In Silverstone stand deshalb nicht nur das Ergebnis im Vordergrund, sondern vor allem, dass das Team erstmals eine komplette Renndistanz mit dem neuen Paket absolvierte und damit nach einer schwierigen Phase endlich verwertbare Daten von beiden Autos sammelte.

Perez sprach danach von einem wichtigen Schritt. Der frühere Red-Bull-Pilot sagte: „Insgesamt war es ein gutes Rennen und wahrscheinlich eines unserer besten in dieser Saison.“ Cadillac habe „einen wirklich guten Start“ gehabt und sei damit beschäftigt gewesen, „die Haas hinter uns zu halten“. Mit Blick auf die nächsten Entwicklungsschritte ergänzte er: „Mit nur ein bisschen mehr Geschwindigkeit werden wir wirklich mit den Teams im Mittelfeld dabei sein, und dann können wir anfangen, etwas mehr anzugreifen.“

Auch Bottas stellte zunächst die Zuverlässigkeit über das nackte Resultat. Der Finne sagte, das Wichtigste sei gewesen, „dass wir das Rennen nach drei Veranstaltungen mit Ausfällen zum ersten Mal beendet haben, was positiv ist“. Zugleich sei es „die erste volle Renndistanz, die wir mit den Updates beendet haben“, weshalb das Team nun viel darüber lernen könne, wie sich das Paket weiter optimieren lasse. Sein Eindruck vom Tempo fiel ebenfalls positiver aus: „Vor allem auf dem harten Reifen fühlte es sich zeitweise so an, als wären wir dem Mittelfeld etwas näher, während wir das ganze Rennen über einen guten Vorsprung auf Aston Martin halten konnten.“

Teamchef Graeme Lowdon sah darin ein Zeichen für die Reaktion der Mannschaft auf ein schwieriges Double-Header. Er sagte, das Team habe an diesem Wochenende „seine Widerstandsfähigkeit gezeigt“ und betonte, beide Autos hätten gute Starts gehabt und das Tempo besessen, um klar vor Aston Martin zu fahren und mit Haas zu kämpfen.

Genau darin liegt die eigentliche Bedeutung des Silverstone-Wochenendes für Cadillac. Das Team wirkt 2026 nicht mehr nur wie der klare Hinterbänkler, sondern zunehmend wie ein Kandidat, der sich an das hintere Mittelfeld heranschiebt. Für Punkte reichte das in Silverstone erneut nicht, doch das erste Doppelfinish nach den Ausfällen und die erste vollständige Renndistanz mit dem Update-Paket geben Cadillac eine belastbare Grundlage, um mit dem nächsten Entwicklungsschritt näher an die Top 10 heranzurücken.