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Ferrari feiert in Silverstone Sieg Nummer 250

Charles Leclerc hat den Großen Preis von Großbritannien 2026 in Silverstone gewonnen und Ferrari damit den 250. Formel-1-Sieg der Teamgeschichte beschert, ausgerechnet an jenem Ort, an dem José Froilán González 1951 den ersten Ferrari-Erfolg in der Königsklasse holte.

Leclerc startete von Platz zwei, überholte Polesetter Kimi Antonelli direkt am Start und behauptete die Führung auch nach der Boxenstopp-Phase. Am Ende gewann der Monegasse unter Safety-Car-Bedingungen und sicherte sich damit seinen ersten Saisonsieg.

Die Symbolkraft dieses Erfolgs hob Ferrari-Präsident John Elkann im Gespräch in der Boxengasse hervor. Elkann sagte: „Das sind 250 Siege für Ferrari, und der erste war hier in Silverstone 1951. Das zeigt, wie wichtig dieser Tag für unsere Geschichte und vor allem für unsere Gegenwart und unsere Zukunft ist.“ Er ergänzte, dass Großes entstehe, „wenn bei Ferrari alle zusammenarbeiten“, von den Fahrern Charles Leclerc und Lewis Hamilton bis zum gesamten Team in Maranello und an der Strecke.

Für Leclerc war der Sieg mehr als nur ein Ergebnis. Nach schwierigen Wochen zeigte sich der Ferrari-Pilot sichtlich erleichtert. In der Pressekonferenz nach dem Rennen sagte Charles Leclerc: „Es ist unglaublich. Nach den letzten Wochenenden, die besonders schwierig waren, zu gewinnen, ist einfach unglaublich.“ Entscheidend sei gewesen, das verlorene Vertrauen ins Auto wiederzufinden: „Die ganze Arbeit, die wir investiert haben, um das richtige Gefühl im Auto zurückzubekommen, hat sich ausgezahlt. Ich hatte gestern zwischen dem Sprint und dem Qualifying das Gefühl, etwas gefunden zu haben, aber ich musste das heute bestätigen. Heute war das Gefühl wieder dort, wo es sein muss.“

Leclerc beschrieb den Weg dorthin als Reaktion auf eine längere Problemserie. Seit Monaco habe ihm das Gefühl für das Auto gefehlt, dazu kamen ein Unfall im Qualifying, ein technisches Problem im Rennen, ein weiterer Crash am Samstag in Barcelona und ein aus seiner Sicht schwaches Wochenende in Österreich. In Silverstone habe Ferrari nun „alles zusammengebracht“.

Sportlich ist der Erfolg auch deshalb wichtig, weil er Ferraris Aufschwung im Titelkampf weiter untermauert. Teamchef Frédéric Vasseur sprach von einem „äußerst positiven Ergebnis“ für die Mannschaft, gerade weil Ferrari mit der Erwartung nach Silverstone gekommen sei, ein schwieriges Rennen vor sich zu haben. Er lobte die Arbeit an der Strecke und in Maranello, mit der Ferrari den Rückstand auf die Konkurrenz verkleinert habe, und zeigte sich besonders froh für Leclerc, der nach den jüngsten Rückschlägen in Silverstone sofort belohnt worden sei.

Auch Ralf Schumacher sieht in dem Wochenende mehr als einen Einzelerfolg. Der frühere Formel-1-Fahrer sagte bei Sky Sports Germany, Ferrari sei „ein echter Titelkandidat“. Mit Leclercs Sieg und Hamiltons drittem Platz hat Ferrari in Silverstone nicht nur ein Jubiläum gefeiert, sondern dem 250. Erfolg auch sportliches Gewicht im weiteren WM-Verlauf gegeben.