Der Barcelona-Catalunya GP vom 12. bis 14. Juni könnte zum wichtigsten Realitätscheck der bisherigen Formel-1-Saison 2026 werden, weil das Rennen nach Monaco als Gradmesser für die tatsächliche Kräfteverteilung im Feld gilt und zugleich unter neuem Namen ausgetragen wird.
Die siebte Saisonrunde findet auf dem Circuit de Barcelona-Catalunya statt und bildet die zweite Station eines Europa-Doppels nach Monaco. Es ist zugleich das erste von zwei Rennen in Spanien in diesem Jahr. Anders als in den vergangenen Jahren firmiert der Lauf in Barcelona aber nicht mehr als Großer Preis von Spanien. Diese Bezeichnung ist für das Rennen in Madrid reserviert, das vom 11. bis 13. September auf dem neuen 22-Kurven-Kurs Madring stattfinden soll.
Gerade deshalb richtet sich der Blick in Barcelona stärker auf die sportliche Aussagekraft des Wochenendes. Eine Vorschau aus den Niederlanden ordnet den Grand Prix als möglichen Maßstab für die wahre Leistungsordnung ein. Nach den besonderen Umständen in Montreal und Monaco soll sich in Spanien zeigen, wie konkurrenzfähig Max Verstappen und seine direkten Rivalen tatsächlich sind.
Das Wochenende folgt dem klassischen Format. Am Freitag stehen das erste Freie Training von 13:30 bis 14:30 Uhr und das zweite Freie Training von 17:00 bis 18:00 Uhr auf dem Programm. Am Samstag folgt das dritte Training von 12:30 bis 13:30 Uhr, bevor von 16:00 bis 17:00 Uhr das Qualifying gefahren wird. Der Grand Prix selbst startet am Sonntag um 15:00 Uhr und ist über 66 Runden bis 17:00 Uhr angesetzt.
In der Fahrerwertung reist Kimi Antonelli mit dem größten Rückenwind nach Barcelona. Der Mercedes-Pilot gewann in Monaco sein fünftes Rennen in Folge und baute seine Führung in der Weltmeisterschaft auf 66 Punkte aus. Lewis Hamilton wurde im Ferrari erneut Zweiter und rückte damit in der Gesamtwertung an George Russell vorbei.
Für Russell erhöht das den Druck vor einem Wochenende, das als echter Formtest gilt. Der Mercedes-Fahrer blieb zuletzt zum zweiten Mal in Serie ohne Punkte und liegt nun als WM-Dritter 68 Zähler hinter Antonelli. Wenn Barcelona tatsächlich ein unverstelltes Bild der Kräfteverhältnisse liefert, bekommt das Rennen damit sofort Bedeutung für die Titelgeschichte.
© Jonathan Borba