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Audi sieht Kanada als Wendepunkt nach Miami

Audi reist mit dem klaren Anspruch nach Montreal, sein enttäuschendes Formel-1-Jahr 2026 neu zu starten: Für Nico Hülkenberg ist der Große Preis von Kanada die Chance auf einen Reset nach einem Miami-Wochenende, das von Ausfällen und Zuverlässigkeitsproblemen zerstört wurde.

Der Druck ist deutlich, weil Audi nach den ersten Rennen erst bei zwei Punkten steht. Beide Zähler holte Gabriel Bortoleto bei seinem Debüt in Australien, ehe Miami die größte Schwäche des Teams offenlegte. Hülkenberg fiel dort zweimal aus und trat zum Sprint gar nicht erst an, während Bortoleto schon im Sprint-Qualifying Bremsprobleme hatte.

Gerade deshalb könnte Montreal zu einem frühen Prüfstein werden. Der Circuit Gilles Villeneuve verlangt dem Auto beim Bremsen, bei der Traktion und auf der langen Geraden vor dem Ziel auch bei der Motorleistung viel ab. Genau in diesen Bereichen hatte Audi zuletzt Probleme, was den anstehenden Sprint-Auftritt zusätzlich heikel macht.

Hülkenberg machte vor dem Wochenende klar, worauf es nach Miami ankommt. Der Deutsche sagte, die Priorität liege darin, sich sofort wieder zu fangen und das Wochenende sauberer zu absolvieren: „Nach Miami ist das Wichtigste für uns, uns schnell neu aufzustellen und insgesamt ein saubereres Wochenende hinzubekommen. Wir wissen, dass wir das Potenzial haben, gut abzuschneiden, aber es geht darum, vom Anfang bis zum Ende des Events abzuliefern.“

Damit rückt weniger die reine Pace als die Umsetzung in den Mittelpunkt. Audi hat laut seinen Fahrern genug Potenzial, um konkurrenzfähig zu sein, muss dieses Potenzial aber endlich ohne die Fehler und Defekte der vergangenen Wochen ins Ziel bringen.

Erschwert wird das durch das Sprint-Format, das die Vorbereitungszeit stark verkürzt und frühe Sicherheit im Auto umso wichtiger macht. Hülkenberg sagte: „Sprint-Events machen alles immer hektischer, deshalb wird es wichtig sein, schon früh am Wochenende Vertrauen aufzubauen und darauf aufzubauen.“

Bortoleto zog die gleiche Lehre aus Miami. Gabriel Bortoleto, Audi-Pilot, betonte, wie entscheidend es in Kanada sei, sich vom ersten Moment an im Auto wohlzufühlen, besonders an einem Sprint-Wochenende. „Unser Ziel ist es, alles sauberer zusammenzubringen als beim letzten Rennen und die Zeit, die wir auf der Strecke haben, von Beginn des Wochenendes an maximal zu nutzen“, sagte er.

Für Audi geht es damit in Kanada nicht nur um einzelne Punkte, sondern um die Frage, ob das Team seine bisher nur angedeutete Leistung endlich in ein fehlerfreies Wochenende übersetzen kann. Gelingt das nicht, würde aus dem erhofften Wendepunkt in Montreal schnell ein weiterer Hinweis darauf werden, dass Zuverlässigkeit und Ausführung die Saison des Teams weiter begrenzen.