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Audi schöpft in Monaco neue Hoffnung auf Punkte

Audi hat beim Grand Prix von Monaco seinen bislang stärksten Freitag der Saison abgeliefert und sich damit eine seltene Chance eröffnet, die punktelose Serie seit dem Auftakt in Australien zu beenden.

Nico Hülkenberg wurde in den freien Trainings Siebter und Achter, Gabriel Bortoleto beendete beide Sessions auf Rang neun. Damit war Audi in beiden Einheiten das erste Team hinter Ferrari, Red Bull, Mercedes und McLaren und führte auf den engen Straßen von Monte Carlo die Verfolgergruppe an. Hülkenberg fuhr in FP1 eine 1:15,343 und in FP2 eine 1:14,094, Bortoleto kam auf 1:15,750 beziehungsweise 1:14,359.

Gerade in Monaco verleiht das dem Freitag mehr Gewicht als auf vielen anderen Strecken. Überholen ist dort kaum möglich, also entscheidet das Qualifying oft schon über den Spielraum im Rennen. Für ein Team, das trotz mehrerer ordentlicher Ansätze seit Melbourne keine Punkte mehr geholt hat, bekommt die Formkurve damit sofort sportliche Bedeutung.

Bortoleto machte aber auch klar, dass der Tag noch nicht sauber verlief. Der Audi-Pilot berichtete von einigen Problemen in FP1, ehe das zweite Training deutlich runder lief. Sein Versuch auf den weichen Reifen sei durch Verkehr nicht ideal gewesen, dennoch sah er Fortschritte. „Ich denke, in FP1 hatten wir ein paar Probleme, aber trotzdem haben wir es geschafft, das Auto in die Top 10 zu bringen“, sagte Gabriel Bortoleto, Audi-Pilot, nach den Freitagstrainings. „In FP2 fühlte sich alles sauber und rund an, und ich habe mich im Verlauf der Session gesteigert.“ Er ergänzte, das Team habe die Balance und die Grenzen des Autos besser verstanden und es gebe „noch mehr zu finden“.

Auch Hülkenberg zog ein positives Fazit, ohne den Anspruch zu hoch anzusetzen. Der Deutsche sagte, die R26 sei „ziemlich angenehm zwischen den Leitplanken zu fahren“ gewesen, und Audi sei „von den ersten Runden in FP1 an sofort dabei“ gewesen. Gleichzeitig verwies er auf die eigentliche Prüfung des Wochenendes. „Das Qualifying ist hier natürlich sehr wichtig“, sagte Hülkenberg. Mit Blick auf das Rennen warnte er zudem vor „78 Runden zwischen den Leitplanken“.

Allan McNish, Audi-Renndirektor, sah in der Freitagsleistung den möglichen Weg aus der Ergebniskrise, falls das Team den Schwung in den Samstag mitnehmen kann. Audi sei im Qualifying-Trimm in dieser Saison ohnehin meist knapp an Q3 dran gewesen, sagte er, und diesmal hätten beide Fahrer auf harten, mittleren und weichen Reifen Vertrauen ins Auto gezeigt. Genau dieses Vertrauen könne in Monaco den Unterschied machen, wenn Audi die bislang beste Ausgangslage des Jahres endlich in Punkte ummünzt.