Aston Martin hat bestätigt, dass Jak Crawford im ersten freien Training zum Grand Prix von Belgien den AMR26 von Fernando Alonso übernimmt. Für das Team ist es der dritte Rookie-Einsatz in einer FP1-Session 2026 und zugleich das letzte Rennwochenende vor dem großen Update-Paket, das in Ungarn kommen soll.
Crawford bestreitet damit seine dritte Freitagssession der Saison für Aston Martin, nachdem er bereits in Japan und Österreich zum Einsatz gekommen war. Gleichzeitig erfüllt der Rennstall damit den dritten von vier vorgeschriebenen Rookie-Trainingsauftritten, die jedes Formel-1-Team in diesem Jahr absolvieren muss. Alonso wird die erste Session in Spa daher von der Boxenmauer aus verfolgen.
Der Zeitpunkt ist bemerkenswert, weil Belgien für Aston Martin vor allem eine Zwischenstation auf dem Weg zum Hungaroring ist. Dort will das Team eine umfassende Weiterentwicklung bringen, die laut den vorliegenden Angaben aerodynamische Änderungen und eine Gewichtsreduktion umfasst. Danach wird für den Grand Prix der Niederlande auch ein weiteres Honda-Update an der Power Unit erwartet.
Der Druck auf dieses Paket ist entsprechend hoch. Nach neun Rennen ist Aston Martin das einzige Team im Feld, das 2026 noch kein großes Upgrade-Paket eingeführt hat. Die Folge ist, dass Alonso und Lance Stroll im hinteren Teil des Feldes feststecken und die Hoffnung auf einen Richtungswechsel fast vollständig an den Umbau für Ungarn geknüpft ist.
Alonso selbst hat die Erwartungen jedoch deutlich gedämpft. Fernando Alonso, Aston-Martin-Fahrer, sagte mit Blick auf die geplanten Neuerungen: „Die Fans wollen sehen, dass Aston Martin Rennen gewinnt und um die Meisterschaft kämpft, aber in diesem Jahr werden irgendwelche Updates und jede Weiterentwicklung nie ausreichen. Es wird immer noch ein weiteres Paket fehlen. Wir arbeiten Tag und Nacht daran, das Auto zu verbessern. Wir werden uns steigern, aber Rennen gewinnen? Nicht in diesem Jahr.“
Damit macht Alonso klar, dass das Ungarn-Paket eher als Startpunkt eines längeren Wiederaufbaus zu verstehen ist als als sofortige Lösung. Seit Bahrain habe das Team an einem größeren Plan gearbeitet, nachdem früh klar geworden sei, dass die Performance deutlich unter den Erwartungen lag.
Diesen Gedanken zog Alonso auch auf die Zeit nach Ungarn weiter. „Das ist nur der erste Schritt des Plans, es darf nicht der letzte sein. Wenn es uns gelingt, die spezifischen Punkte zu verbessern, die das Fahren erschwert haben, und das Maximum aus dem Auto herauszuholen, dann haben wir einen sehr klaren Weg und einen guten Schub für das nächste Jahr.“
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