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Aston Martin kämpft mit Frust und Upgrade-Stopp

Mike Krack hat eingeräumt, dass Aston Martin nach dem schwachen Start in die Formel-1-Saison 2026 "viel Frust" managen muss, während das Team beim AMR26 zunächst Zuverlässigkeit, Vibrationen und Fahrbarkeit in den Griff bekommen will, bevor es einen Zeitplan für Performance-Upgrades nennt.

Der Kontrast in Miami war deutlich. Aston Martin war dort das einzige Team ohne leistungsbezogene Neuteile, während Ferrari 11 neue Teile brachte und McLaren sowie Red Bull jeweils sieben. Für ein Team, das nach den ersten Rennen mit null Punkten am Ende der Konstrukteurswertung steht, war das ein klares Signal: Erst die Grundprobleme lösen, dann an mehr Abtrieb und Rundenzeit denken.

Krack sagte Medien wie RacingNews365, dass Aston Martin seit Saisonbeginn sowohl auf der Chassis- als auch auf der Power-Unit-Seite Probleme hatte. Miami brachte immerhin einen kleinen Fortschritt. Beide Autos sahen zum ersten Mal 2026 die Zielflagge, und auch bei der Zuverlässigkeit des Honda-Antriebs habe es einen spürbaren Schritt gegeben. Am Kernproblem änderte das aber wenig: Dem AMR26 fehlt weiter deutlich das Tempo, um um Punkte zu kämpfen.

Krack wollte sich deshalb nicht auf einen rennweisen Upgrade-Fahrplan festlegen. Stattdessen verwies er auf die Fortschritte, die das Team bereits bei Zuverlässigkeit, Vibrationsreduzierung und Fahrbarkeit erzielt habe. Man habe zu Saisonbeginn "außergewöhnliche Probleme" gehabt, sagte er, und die Geschwindigkeit, mit der diese angegangen worden seien, sei bemerkenswert gewesen. Gleichzeitig schränkte er ein, dass Aston Martin "eine große Lücke zu schließen" habe und mit dem aktuellen Paket noch längst nicht alles optimal ausschöpfe.

Fernando Alonso beschrieb denselben Ansatz in Miami aus Fahrersicht. Gegenüber PlanetF1.com und weiteren Medien sagte der Spanier: "Ich bin im Reinen damit, weil ich die Situation verstehe." Kleine Schritte würden Aston Martins Lage derzeit nicht verändern. "Wir sind P20 oder P19, und das nächste Auto ist eine Sekunde vor uns", sagte Alonso. Selbst ein oder zwei Zehntel pro Rennen änderten an der Position kaum etwas, würden aber das System und die Budgetobergrenze zusätzlich belasten. "Bis wir Verbesserungen von eineinhalb oder zwei Sekunden haben, ist es besser, nicht auf den Produktionsknopf zu drücken, weil wir Geld verschwenden."

Für Krack erklärt das auch die Stimmung im Team. "Wir sind alle Racer und wir wollen nicht am Ende des Feldes fahren", sagte der Aston-Martin-Teamchef. Frust sei in einem solchen Umfeld eine natürliche Reaktion, dürfe aber nicht die Arbeit bestimmen. Besonders hob er Alonso und Lance Stroll hervor, weil die Fahrer unter den Problemen am stärksten im Fokus stünden. Er sagte, erfahrene Piloten wie "Lance und Fernando" gehörten nicht ans Ende des Feldes, und gerade deshalb gebe es "sicherlich viel Frust, den wir managen müssen".

Krack machte aber auch klar, dass Aston Martins kurzfristige Aufgabe nicht nur auf neue Teile wartet. An der Strecke gehe es darum, "das Maximum" aus dem vorhandenen Paket herauszuholen. In Miami sei nicht alles optimal gewesen, sagte er, und nannte neben der generellen Ausführung auch Energie-Management und Fahrbarkeit als Bereiche, in denen noch mehr drinstecke. Genau darin liegt für Aston Martin nun die unmittelbare Herausforderung: erst das aktuelle Auto sauber nutzbar machen, während die größere Performance-Lücke im Hintergrund weiter geschlossen werden muss.