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Aston Martin kassiert 12.500 Euro FIA-Strafe

Aston Martin ist nach dem Qualifying zum Großen Preis von Kanada mit FIA-Strafen in Höhe von insgesamt 12.500 Euro belegt worden, nachdem es bei Lance Strolls Auto zu lose befestigten Radabdeckungen kam und Fernando Alonso unsicher in den Weg von Franco Colapinto geschickt wurde.

Der schwerere Verstoß betraf Strolls AMR26. Die Sportkommissare verhängten eine Geldstrafe von 7.500 Euro, nachdem Auto 18 zu Beginn der Session auf dem Weg durch die Boxengasse eine äußere Radverkleidung verloren hatte. Dieses Teil wurde von einem FIA-Delegierten in der Boxengasse geborgen und an das Team zurückgegeben. Auf Strolls erster Runde löste sich dann auch noch die innere Radabdeckung.

In ihrer Begründung stuften die Kommissare den Vorfall als besonders heikel ein. Das Teil aus Carbonfaser sei „potenziell gefährlich, wenn es ein anderes Auto oder eine Person trifft“. Zugleich hielten sie fest, dass Stroll von dem Problem nichts wusste und Aston Martin eingeräumt habe, im Kontrollprozess die korrekte Befestigung der Sicherungselemente übersehen zu haben. Das Team habe zugesagt, den eigenen Prüfprozess gründlich zu überprüfen.

Dass die Strafe über einer üblichen Unsafe-Release-Sanktion lag, begründeten die Kommissare ausdrücklich damit, dass sich das zweite Teil erst löste, als sich das Auto bereits auf der Strecke befand.

Die zweite Strafe fiel mit 5.000 Euro geringer aus, traf Aston Martin aber erneut wegen eines operativen Fehlers in derselben Qualifying-Stunde. Alonso wurde zu Beginn von Q1 so aus der Garage entlassen, dass Franco Colapinto im Alpine ausweichen musste. Laut Entscheidung der Stewards musste Auto 43 ausscheren und blockierte dabei die Vorderräder, um eine Kollision mit Auto 14 zu vermeiden. Das werteten die Kommissare als Unsafe Release.

Für Aston Martin verschärften die beiden Geldstrafen ein ohnehin schwaches Qualifying in Montreal. Alonso kam nicht über Rang 19 hinaus, und das Team verließ die Session nicht nur sportlich angeschlagen, sondern auch mit einem doppelten FIA-Denkzettel für vermeidbare Abläufe in der Garage und Boxengasse.