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Aston Martin dämpft Erwartungen ans Ungarn-Upgrade

Jenson Button hat Aston Martins lang erwartetes Ungarn-Upgrade deutlich relativiert und klargemacht, dass der Einbruch des Teams in der Formel-1-Saison 2026 nicht mit einer einzigen Ausbaustufe zu beheben sein wird. Der Markenbotschafter von Aston Martin erwartet nicht, dass das Paket den Rennstall in die Nähe von Siegen oder Podien bringt, sondern sieht darin nur einen ersten Schritt in einem längeren Neuaufbau für 2027 und 2028.

Wie tief Aston Martin derzeit im Feld steckt, beschrieb Button mit ungewöhnlich klaren Zahlen. Fernando Alonso und Lance Stroll lägen "fast vier Sekunden pro Runde" hinter der Pole-Zeit, sagte der Formel-1-Weltmeister von 2009. Selbst wenn das Team etwa 2,5 Sekunden finden würde, wäre es "gerade so im Kampf" um Q2, was Button als mäßig einstufte und zugleich als bereits schwer erreichbar bezeichnete.

Damit setzt er den Maßstab für das, was in Budapest überhaupt als Erfolg gelten kann. In einem von Viagogo organisierten Pressetermin sagte Button, Aston Martin müsse zunächst einmal wieder "wettbewerbsfähig mit anderen Autos auf der Strecke fahren". Mehr sei kurzfristig kaum realistisch. "Sie werden mit diesem Upgrade sicher nicht um Podien kämpfen", sagte er. "Aber es wird ein Schritt in die richtige Richtung sein, mit Blick bereits auf 2027."

Der Hintergrund ist eine bewusst anders gewählte Entwicklungsstrategie. Während andere Teams kontinuierlich neue Teile brachten, hielt Aston Martin nach Buttons Darstellung seine Ressourcen für ein einziges großes Paket zurück, das beim Grand Prix von Ungarn kommen soll. Er beschrieb das als einen früher üblichen Ansatz, bei dem nach einigen Rennen ein größeres Update kam, das etwa eine halbe Sekunde bringen konnte, statt kleiner Neuerungen bei jedem oder jedem zweiten Grand Prix.

Button machte aber auch klar, dass die Ursachen der Krise tiefer liegen als in einem verfehlten Update-Rhythmus. Er verwies auf Adrian Neweys späten Einstieg im März 2025, auf Hondas späte Festlegung auf das neue Motorenprojekt nach der zuvor revidierten Formel-1-Ausstiegsentscheidung und auf eine Organisation, die er sinngemäß noch nicht auf dem Niveau der Topteams sieht. Dazu komme ein Entwicklungsrückstand von vier Monaten beim AMR26.

Genau deshalb warnt Button vor falschen Erwartungen an einen schnellen Umschwung. Gegen McLaren, Mercedes, Ferrari und Red Bull gebe es in der Formel 1 "keine schnelle Lösung", sagte er. Diese Teams seien in ihrem Bereich die Besten, und es sei "sehr schwierig", Aston Martin aus der aktuellen Lage innerhalb von zwölf Monaten an die Spitze zu führen.

Trotzdem stellt Button die Zukunft des Projekts nicht infrage. Er sagte, er glaube wirklich an Aston Martins Perspektive unter Newey. Das Ungarn-Paket soll nach seiner Einschätzung die Basis für diesen Weg legen, während nach der Sommerpause in Zandvoort auch ein Honda-Upgrade für die Power Unit geplant ist. Für 2026 erwartet Button keinen Durchbruch, wohl aber eine Verbesserung, die den Aufbau für 2027 und 2028 tragen soll.