McLaren-CEO Zak Brown sieht das größte verbleibende Wachstumspotenzial der Formel 1 in den USA nicht in zusätzlichen Rennen, sondern in deutlich höheren TV-Quoten. Trotz der drei etablierten Grands Prix in Miami, Austin und Las Vegas sei der nächste entscheidende Schritt für die Serie, ihre Reichweite vor dem Fernseher massiv auszubauen.
Brown sagte Medien, darunter RacingNews365, dass die Formel 1 mit ihren aktuellen US-Events bereits gut aufgestellt sei. Zwar könne die Serie in Amerika "klar vier oder fünf" Rennen tragen, doch er sei "happy where we are", weil eine weitere Expansion zulasten anderer Märkte gehen würde.
Genau darin sieht Brown die Abwägung für den Kalender. Weitere US-Läufe würden "at the cost of other markets" kommen, sagte er, und verwies stattdessen auf Wachstumsmöglichkeiten in Südafrika und Korea. Aus seiner Sicht ist die Präsenz der Formel 1 in den Vereinigten Staaten damit stark genug, die eigentliche Lücke liegt nun bei der Fernsehrelevanz.
"I think it's going to be TV ratings", sagte Brown. Die Einschaltquoten seien im Vergleich zu den großen US-Sportarten noch immer relativ klein: "I think TV ratings are still relatively small compared to the NFLs of the world. I think that's the biggest area of growth, getting the TV ratings up."
Dass der Markt dennoch vorankommt, zeigen die jüngsten Zuschauerzahlen. Im vergangenen Jahr verzeichnete ESPN in den USA mit durchschnittlich 1,3 Millionen Zuschauern pro Rennen einen historischen Bestwert für eine einzelne Formel-1-Saison. Für Brown unterstreicht das zwar den Aufwärtstrend, zugleich aber auch, dass aus wachsender Popularität und starken Veranstaltungsstandorten erst noch ein deutlich größeres TV-Publikum werden muss.
Dazu passt auch die stärkere kommerzielle Basis der Formel 1 im US-Markt. Neben den drei festen Rennen schloss die Serie zuletzt einen auf fünf Jahre angelegten US-Broadcast-Deal mit Apple ab, der Berichten zufolge rund 750 Millionen Dollar wert ist. Browns Punkt bleibt jedoch, dass volle Tribünen und große Plattform-Partnerschaften erst dann den nächsten Entwicklungsschritt bedeuten, wenn auch die TV-Reichweite spürbar zulegt.
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