Zak Brown will, dass die Formel 1 ihren Kalender bei 24 Rennen deckelt und den Druck über ein Modell mit 20 festen Grands Prix und acht rotierenden Austragungsorten auffängt. Der McLaren-Racing-CEO sagte vor dem Miami Grand Prix, die Serie könne so auf 28 Märkte wachsen, ohne den bestehenden Rennkalender weiter auszudehnen.
Brown machte deutlich, dass er keine weitere Aufstockung des Programms befürwortet, obwohl das aktuelle Concorde Agreement bis zu 25 Rennen erlaubt. Er sei "kein Fan" davon, über die bestehende Zahl von 24 hinauszugehen, weil der Kalender für Fahrer, Teams und die übrigen Beschäftigten in der Formel 1 bereits "ziemlich brutal" sei.
Sein Vorschlag lautet deshalb, "20 permanente Grands Prix festzuschreiben und dann vielleicht acht zu haben, die sich jedes zweite Jahr abwechseln". Das sei "eine Möglichkeit, geografisch auf 28 Märkte zu expandieren, aber wir können nicht mehr als 24 Mal pro Jahr fahren; das ist ein ziemlich brutaler Kalender", sagte Brown.
Hintergrund ist der wachsende Andrang auf Startplätze im WM-Kalender. Nach Browns Worten stehen Länder für einen Grand Prix bereits Schlange, während erste Rennen schon in ein Rotationssystem überführt werden. Als Beispiele nannte er Südafrika, Thailand und Südkorea als Interessenten für einen künftigen Platz.
Dass dieses Prinzip nicht mehr nur Theorie ist, zeigte Brown am Fall Spa-Francorchamps und Circuit de Barcelona-Catalunya. Beide Strecken sollen ab dem kommenden Jahr rotieren. Einer der Berichte zu Browns Aussagen präzisierte den Plan so, dass Spa 2027, 2029 und 2031 fährt, während Barcelona die Ausgaben 2028, 2030 und 2032 übernimmt.
Damit richtet Brown die Debatte weniger auf weiteres Wachstum bei der Zahl der Rennen als auf die Frage, wie die Formel 1 neue Märkte erschließen kann, ohne die Belastung für das Fahrerlager weiter zu erhöhen. Sein Modell würde den Kampf um Kalenderslots verschärfen, aber zugleich einen Rahmen setzen, in dem die Serie international weiter expandieren kann, ohne über die 24-Rennen-Grenze hinauszugehen.
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