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Wolff zweifelt Ferraris Update-Tempo unter Budgetcap an

Toto Wolff hat nach dem Großen Preis von Österreich Ferraris aggressives Entwicklungstempo offen infrage gestellt und erklärt, Mercedes könne unter dem Budgetcap nicht im gleichen Umfang nachlegen wie die Scuderia.

Auslöser für die Aussagen des Mercedes-Teamchefs in Spielberg war Ferraris jüngstes Update-Paket. Die Scuderia brachte nach Wolffs Darstellung nicht nur eine neue Motorenspezifikation im Zusammenhang mit der ersten ADUO-bedingten Power-Unit-Anpassung, sondern auch überarbeitete Frontflügel-Elemente und weitere neue Teile mit an die Strecke.

Wolff sagte nach dem Rennen, Ferrari wirke bei Updates nahezu grenzenlos. „Wir sind ein bisschen überrascht, dass Ferrari das Auto auf diese Art und Weise mit diesen riesigen Updates überhäufen kann“, sagte Toto Wolff, Mercedes-Teamchef, nach dem Österreich-Rennen. „Meiner Meinung nach müsste ihnen bald das Geld ausgehen, das Budgetcap-Geld, denn wir könnten das so nicht machen. Uns fehlt schlicht der Puffer unter dem Kostendeckel, um so viele Teile zu bringen, wie sie es tun.“

Damit stellte er Ferraris Vorgehen direkt dem eigenen Programm gegenüber. Wolff verwies darauf, dass Mercedes sein großes Update-Paket in Montreal beziehungsweise Kanada gebracht habe und seitdem nur kleinere Teile zwischen den Rennen einführe. Separat stellte er auch klar, dass Mercedes in Österreich keinen ADUO-Motorenupgrade eingesetzt habe. Es seien lediglich neue Motoren mit weniger Laufleistung gewesen. „Das geht mit etwas mehr Leistung einher, aber es gab kein Upgrade“, sagte er. Für das Chassis seien nur kleinere Verbesserungen geplant oder bereits üblich.

Wolffs Verwunderung zielt dabei nicht nur auf Spielberg. Er verwies auf Ferraris konstante Entwicklungsschritte über mehrere Monate hinweg, darunter größere Pakete in Miami und Barcelona. Besonders auffällig ist für ihn der Zeitpunkt des neuen Ferrari-Motors. Ferrari habe auf das ADUO offenbar vorbereitet reagiert und sei direkt mit einer neuen Spezifikation erschienen. Daraus leitete Wolff ab, dass die Entwicklung schon vor rund sechs Monaten begonnen haben müsse.

Gerade dieser Unterschied in der Herangehensweise ist für Mercedes sportlich relevant. Wolff machte deutlich, dass sein Team derzeit keinen Motorenupgrade in der Pipeline hat und deshalb stärker darauf angewiesen ist, seine Ressourcen über die Saison zu strecken. Aus seiner Sicht haben Red Bull und McLaren ihr Entwicklungstempo ebenfalls stärker normalisiert, während Ferrari weiter große Schritte macht.

Wolffs Hoffnung ist deshalb, dass sich das Kräfteverhältnis im weiteren Saisonverlauf auch über die Ausgabengrenze verschiebt. „Hoffentlich ändert sich das gegen Ende der Saison, wenn sie keine neuen Teile mehr bringen können“, sagte er. „Zumindest würde die Logik das diktieren, und dann werden wir mit mehr nachlegen.“