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Verstappen rätselt nach Spielberg-Crash über RB22

Max Verstappen crashte am Samstag in Q3 zum Großen Preis von Österreich in der vorletzten Kurve des Red Bull Rings, konnte sich den Unfall selbst nicht erklären und startet trotz starker Zwischenzeiten nur von Platz fünf.

Ausgerechnet beim Heimrennen von Red Bull deutete sich damit erst ein Aufschwung an. Verstappen hatte nach schwierigen Trainings im Qualifying einen Schritt nach vorn gesehen, seine erste Q3-Runde in 1:06,475 war zwischenzeitlich sogar die schnellste Runde des Wochenendes. Danach sagte er, Red Bull habe in der Qualifikation "tatsächlich einen kleinen Schritt nach vorn gemacht", auch wenn für ihn die Pole außer Reichweite geblieben wäre.

Der eigentliche Rückschlag war aber nicht nur der Einschlag, sondern die Art, wie er entstand. Verstappen erklärte nach dem Unfall, der RB22 habe sich schon früher in der Runde seltsam angefühlt. "Ich weiß nicht, was passiert ist. Das ist sehr schwer zu erklären. In Kurve 6 fühlte sich das Auto schon sehr merkwürdig an", sagte Max Verstappen, Red-Bull-Fahrer, nach der Qualifikation. Dort sei das Auto "sehr aggressiv" ausgebrochen, was er noch habe abfangen können.

In der vorletzten Kurve sei das Verhalten dann plötzlich komplett gekippt. Verstappen schilderte, er habe eingelenkt und das Auto sei "komplett ausgebrochen". Für ihn sei das "nicht zu erklären" gewesen, zumal er nicht deutlich härter als sonst in die Kurve gefahren sei. Normalerweise könne man einen solchen Moment noch korrigieren, diesmal aber sei das Heck sofort weg gewesen. Deshalb wolle das Team auch prüfen, "wie der Heckflügel schließt und ob das rechtzeitig war", weil sich der Unfall "wirklich sehr seltsam" angefühlt habe.

Trotz des Fortschritts blieb damit Red Bulls Kernproblem sichtbar: Das Upgrade-Paket brachte mehr Tempo, aber keine völlige Berechenbarkeit. Verstappen selbst sah Mercedes im letzten Sektor weiter im Vorteil und glaubte nicht an Pole. Ein dritter Startplatz sei realistisch gewesen, sagte er, mehr nicht. Damit kostete der Crash genau das Ergebnis, das Red Bull nach dem schwierigen Start ins Wochenende dringend gebraucht hätte.

Entsprechend gereizt und sarkastisch fiel auch sein Ton nach der Session aus. Verstappen sagte, bei diesen "superkomplizierten" Autos müsse er manchmal "bis zehn zählen, oder bis hundert". Dann schob er hinterher: "Ich denke, dass ich am Ende des Jahres nach Tibet gehe. Dann werde ich zwei Monate wie ein Buddha leben, einfach ganz entspannt."

Laurent Mekies, Teamchef von Red Bull, sagte bei Viaplay, für eine genaue Erklärung sei es direkt nach der Qualifikation noch zu früh gewesen, weil die Daten erst ausgewertet werden müssten. Gleichzeitig hob er hervor, dass der Aufwärtstrend trotz des Unfalls erkennbar gewesen sei. Pole sei "wahrscheinlich außer Reichweite" gewesen, sagte er, aber die erste Startreihe wäre "sicher möglich" gewesen. Statt von dort angreifen zu können, muss Verstappen das Rennen am Sonntag um 15:00 Uhr nun von Rang fünf aufnehmen.