Max Verstappen hat die jüngsten Angriffe von Juan Pablo Montoya scharf zurückgewiesen und sich zugleich gefragt, warum die Formel-1-Führung dem Ex-Fahrer weiter eine mediale Plattform gibt. Auf Nachfrage von De Telegraaf sagte der Weltmeister, er könne „mit jemandem, der so viel Unsinn redet, sehr wenig anfangen“.
Auslöser waren Montoyas wiederholte Forderungen nach Konsequenzen für Verstappen wegen dessen offener Kritik an den in dieser Saison eingeführten Reglementsänderungen. Nach dem Grand Prix von Miami hatte der frühere Formel-1-Fahrer erklärt, Verstappen solle mit Strafpunkten belegt und notfalls sogar aus dem Verkehr gezogen werden: „Pack sieben Punkte auf die Lizenz, acht Punkte auf die Lizenz. Was du danach auch machst, du wirst geparkt. Ich garantiere dir, dann wäre die gesamte Kommunikation anders.“
Verstappen reagierte darauf ungewöhnlich direkt. „Ich weiß nicht, was sein Problem ist. Ich kann auch sehr wenig mit jemandem anfangen, der so viel Unsinn redet“, sagte er De Telegraaf. Noch schärfer wurde er mit Blick auf Montoyas Medienrolle: „Ich verstehe nur nicht, dass solche Typen vom Management der Formel 1 bezahlt werden, weil er manchmal für sie arbeitet. So jemanden willst du doch nicht im Fahrerlager haben, der so viel Unsinn ausstößt?“
Der Red-Bull-Pilot stellte Montoyas Motive offen in Frage. Nach dessen weiteren Aussagen in Miami, Verstappens erste Runde sei eher „reines Glück“ als Talent gewesen, deutete der Niederländer die Attacken als Versuch, Aufmerksamkeit zu erzeugen. „Ich denke, das ist so ein Fall von: Wenn ich etwas anderes sage als alle anderen, dann bin ich relevant“, sagte Verstappen.
Trotz der klaren Worte betonte er, dass ihn die Kritik persönlich nicht treffe. „Es interessiert mich nicht so sehr, das ist sein Problem. Ich lebe mein Leben und lasse mich davon nicht beeinflussen“, sagte Verstappen. Für ihn bleibt der Vorgang dennoch bemerkenswert, weil die Auseinandersetzung nicht nur Montoyas Forderung nach Strafen betrifft, sondern auch die Frage, welche Stimmen die Formel 1 rund um ihr eigenes Fahrerlager aufwertet.
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