Max Verstappen hat in Silverstone klargestellt, dass sein Verhältnis zu Christian Horner trotz dessen Aus bei Red Bull unverändert eng ist: Der Weltmeister sagte, er spreche mit dem früheren Teamchef „fast jede Woche“, auch wenn es bei Horners erster Rückkehr ins Formel-1-Fahrerlager seit seinem Abschied nicht zu einem persönlichen Treffen kam.
Damit rückte ausgerechnet nicht nur Horners Präsenz im Paddock in den Mittelpunkt, sondern vor allem die Frage, wie eng der Kontakt zwischen ihm und Verstappen nach dem Bruch mit Red Bull geblieben ist. Verstappen machte dabei deutlich, dass das ausgebliebene Treffen am Sonntag in Silverstone nichts über die Beziehung der beiden aussagt. Er habe Horner zwar „im Fernsehen herumlaufen“ sehen, sagte der Niederländer, aber schlicht keine Zeit gefunden, jemanden zu treffen. „Der Zeitplan war hektisch“ und „es war einfach viel los“, erklärte er.
Verstappen widersprach damit jedem Eindruck, zwischen ihm und Horner sei nach dessen Abgang Distanz entstanden. Auf die Frage nach dem regelmäßigen Austausch mit seinem langjährigen früheren Teamchef antwortete er, das sei nichts Außergewöhnliches. „So wie mit Freunden oder mit Menschen, die man schon sehr lange kennt“, sagte Verstappen über die Inhalte ihrer Gespräche.
Die Aussage ist auch deshalb bemerkenswert, weil Horner Red Bull mehr als 20 Jahre lang als Teamchef geführt hatte, bevor er die Position 2025 verlor. Inzwischen wird das Team von Laurent Mekies geleitet. Horners Auftritt in Silverstone war sein erster im F1-Paddock seit diesem Wechsel, was seiner Rückkehr zusätzliche Aufmerksamkeit verlieh.
Verstappens Einordnung nahm dem Moment einen Teil der Spekulation, ohne dessen Bedeutung ganz zu schmälern. Einerseits gab es kein gemeinsames Bild, keine öffentliche Aussprache und kein sichtbares Wiedersehen zwischen Fahrer und Ex-Teamchef. Andererseits stellte Verstappen unmissverständlich klar, dass der Kontakt im Hintergrund nie abgerissen ist und weiterhin regelmäßig besteht.
Das Thema bekam noch mehr Gewicht, weil es in ein schwieriges Wochenende für Verstappen und Red Bull fiel. Rund um den Grand Prix von Großbritannien stand das Team wegen Problemen mit dem Heckflügel unter Druck, nachdem Verstappen nach einem weiteren Unfall den Flügel als „super-gefährlich“ beschrieben hatte. Gerade in diesem angespannten sportlichen Umfeld lenkte Horners Rückkehr den Blick automatisch auch auf die frühere Führungsstruktur des Teams.
So wurde aus einem verpassten Treffen in Silverstone vor allem eine Bestätigung: Zwischen Verstappen und Horner besteht weiter ein enger persönlicher Draht, auch wenn Red Bull sportlich und organisatorisch längst in einer neuen Phase angekommen ist.
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