Red Bull versucht, Max Verstappen mit einem neuen Vertrag bis Ende 2029 langfristig zu binden und dabei genau jene Ausstiegsklausel zu streichen, die durch seine aktuelle WM-Position nun nutzbar geworden ist. Nach Informationen von Bild würde das neue Angebot eine Gehaltserhöhung enthalten, aber keine Exit-Klausel mehr, obwohl Verstappen in seinem bis 2028 laufenden aktuellen Vertrag diese Option wegen seiner Platzierung außerhalb der Top 2 nach der Sommerpause bis Oktober ziehen kann.
Damit geht es für Red Bull nicht darum, die bestehende Klausel einfach abzukaufen, sondern sie durch ein neues, größeres Gesamtpaket zu ersetzen. Dem Bericht zufolge liegt der Vorschlag Verstappens Lager bereits seit mehreren Wochen vor. Sein fixes Jahresgehalt soll von rund 65 Millionen Euro auf bis zu 80 Millionen Euro steigen. Eine offizielle Antwort gibt es bislang nicht.
Dass beide Seiten die Zusammenarbeit grundsätzlich fortsetzen wollen, machte Raymond Vermeulen, Manager von Max Verstappen, gegenüber Bild deutlich. "Wir haben einen Vertrag bis 2028. Natürlich gibt es Ausstiegsklauseln, die gab es immer. Wir haben aber nie eine eingelöst. Im Gegenteil. Wir waren immer loyal und werden es auch bleiben. Wir möchten den Weg mit Red Bull weitergehen und Max seine Karriere hier beenden – aber natürlich mit der Möglichkeit zu gewinnen."
Öffentlich hat Verstappen die Spekulationen in Ungarn zugleich heruntergespielt. Am Hungaroring sagte der viermalige Weltmeister, es gebe aus seiner Sicht nichts mitzuteilen, weil "nichts los" sei. Er konzentriere sich darauf, mehr aus dem Auto herauszuholen, was schwierig genug sei. Red Bull bezeichnete er dabei als eine "zweite Familie" und verwies darauf, dass Team und Fahrer das Auto besser verstehen und wieder Rennen gewinnen wollten.
Gerade diese Verzögerung macht die Lage für Red Bull heikel. Mehrere Berichte zeichnen das Szenario, dass eine späte Entscheidung Verstappens dem Team nur wenig Zeit lassen würde, einen Ersatz für 2027 zu finden. Gleichzeitig hat Mercedes zuletzt signalisiert, dass eine Verlängerung mit George Russell und Andrea Kimi Antonelli derzeit die "einzige logische" Fahreraufstellung sei. Damit würde sich der Spielraum auf dem Spitzenmarkt weiter verengen, während Red Bull auf Verstappens Entscheidung wartet.
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