© Jonathan Borba

Antonelli wegen Millionenklage vor Gericht

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Andrea Kimi Antonelli, Mercedes-Fahrer und Führender der Formel-1-WM 2026, ist in Bologna von seinem früheren Manager Giovanni Minardi zivilrechtlich verklagt worden. Minardi fordert laut den Berichten mehrere Millionen Euro an angeblich nicht gezahlter Vergütung sowie Schadensersatz im Zusammenhang mit der Beendigung ihres Managementvertrags noch vor Antonellis Formel-1-Debüt.

Die Klage wurde demnach vor dem Ungarn-Grand-Prix formell eingereicht. Nach Angaben aus dem Umfeld des Verfahrens läuft der Streit seit rund einem Jahr, mehrere Anhörungen in Bologna haben bereits stattgefunden. Im Kern geht es um mutmaßliche Verstöße gegen den Managementvertrag, an dem wegen Antonellis Minderjährigkeit zum Zeitpunkt des Abschlusses auch seine Eltern beteiligt waren.

Minardi, der Sohn des früheren Minardi-Teamgründers Giancarlo Minardi, hatte Antonelli in dessen frühen Karrierejahren begleitet. Berichten zufolge unterschrieb Antonelli 2014 bei Minardi Management. Minardi organisierte später auch einen Test im Umfeld des Ferrari-Juniorprogramms. Die Zusammenarbeit endete, nachdem Antonelli 2018 in das Nachwuchsprogramm von Mercedes aufgenommen wurde und das Management an Toto Wolff überging.

Mattia Grassani, der Anwalt von Giovanni Minardi, sagte der italienischen Nachrichtenagentur Adnkronos, sein Mandant habe „sehr großen Schmerz in dieser Angelegenheit erlitten. Und es gab keine andere Möglichkeit mehr, als den normalen Rechtsweg zu beschreiten.“ Die „lange Arbeit, die Opfer und die Investitionen in einen jungen Fahrer“ hätten aus seiner Sicht „eine viel größere Anerkennung verdient. Der ordentliche Rechtsweg ist der einzige Weg.“

Grassani erklärte, der Konflikt sei entstanden, als Antonelli zu Mercedes wechselte und „die Antonelli-Seite entschied, dass die Vertragsbedingungen nicht mehr erfüllt seien“. Zwar habe es auch die Möglichkeit gegeben, die Sache außergerichtlich zu lösen, doch die vorgeschlagenen Bedingungen seien „für den ehemaligen Manager nicht akzeptabel“ gewesen. „Ein Kompromiss wurde nicht gefunden“, sagte er.

Damit bleibt der Fall nicht nur für Antonelli heikel, sondern könnte auch weitere prominente Namen aus der Formel 1 in das Verfahren hineinziehen. Berichten zufolge könnten Mercedes-Teamchef Toto Wolff und Gwen Lagrue, der frühere Talentscout von Mercedes und inzwischen bei Red Bull, als Zeugen geladen werden.

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