© Jonathan Borba

Domenicali: F1-Finale 2026 notfalls in Europa

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Die Formel 1 bereitet sich auf eine Verlegung ihres Saisonfinales 2026 nach Europa vor, falls der Konflikt im Nahen Osten die geplanten Rennen in Katar und Abu Dhabi unmöglich macht. F1-Präsident und CEO Stefano Domenicali sagte in einem Mediengespräch, die Entscheidung solle bis Mitte September fallen.

Domenicali betonte, dass beide Veranstaltungen derzeit weiter bestätigt sind. „Für uns sind die Rennen in Katar und Abu Dhabi heute bestätigt“, sagte Stefano Domenicali, Präsident und CEO der Formel 1, und verwies darauf, dass beide Grands Prix bereits ausverkauft seien. Zugleich machte er klar, dass die Lage neu bewertet wird: „Wenn die Situation nicht so geklärt wird, wie wir glauben, dass sie geklärt werden sollte, werden wir vor Mitte September die Entscheidung treffen.“ Sollte das nötig werden, „wird das Saisonende in Europa sein, weil wir nicht an andere Orte gehen können“.

Der Notfallplan ist die Folge weiterer Eingriffe in den 2026er Kalender. Die Grands Prix von Bahrain und Saudi-Arabien, die ursprünglich für April angesetzt waren, wurden wegen des Kriegs bereits gestrichen. Bahrains Platz im September übernimmt Malaysia, womit die Formel 1 bei den 21 Rennen bleibt, die sie zur Erfüllung ihrer kommerziellen Verpflichtungen braucht.

Für den Fall, dass Katar und Abu Dhabi ebenfalls ausfallen, nannte Domenicali in dem Gespräch keinen konkreten Ersatzort. Nach den vorliegenden Berichten gilt aber Imola in Italien als klarer Favorit, falls das Finale wieder nach Europa zurückkehren muss.

Die Suche nach einer Lösung wird auch dadurch erschwert, dass die Formel 1 nach dem Las Vegas Grand Prix am 21. November noch ein weiteres Rennen im Kalender haben will. Eine Doppelaustragung in Las Vegas schloss Domenicali jedoch aus. Es habe zwar „die Möglichkeit“ von zwei Rennen dort gegeben, doch man wolle ein wachsendes „Juwel“ nicht entwerten. Dazu komme die Konkurrenz durch die NFL in den USA, der die Serie zu diesem Zeitpunkt nicht zusätzlich ausgesetzt sein wolle.

Damit läuft alles auf eine Frist bis Mitte September hinaus. Bis dahin hält die Formel 1 an Katar und Abu Dhabi fest. Bleibt die Lage im Nahen Osten bis dahin ungeklärt, könnte das Ende der Saison 2026 stattdessen in Europa und womöglich in Imola stattfinden.

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