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Sainz kritisiert Monaco-Kollisionen scharf

Carlos Sainz ist beim Grand Prix von Monaco 2026 nach Restart-Kontakten mit Nico Hülkenberg und Franco Colapinto ausgefallen und hat die Manöver seiner Rivalen danach als „grenzwertig inakzeptabel“ verurteilt.

Der Williams-Pilot lag nach der Rotphase weiter im Kampf um Punkte, als seine Chance innerhalb von zwei Kurven zerfiel. Sainz schilderte, dass Hülkenberg ihn in der Fairmont-Haarnadel in die Barriere drückte und Colapinto ihn wenig später in Portier erneut traf. Sein Auto sei danach „terminally damaged“ gewesen.

Sainz sagte nach dem Rennen, einige Fahrer hätten beim Restart „alles riskiert, um ein oder zwei Punkte zu holen“. Er sei „das Opfer von Leuten“ geworden, die „viel zu optimistisch“ gewesen seien und einen Fehler gemacht hätten, „der ehrlich gesagt grenzwertig inakzeptabel war“.

Besonders der erste Einschlag frustrierte ihn, weil die Situation in Monaco aus seiner Sicht vorhersehbar war. Sainz erklärte, an der Fairmont-Haarnadel schiebe sich das Feld jedes Jahr zusammen, alle müssten dort lupfen, und man wisse, dass es eng werde. Umso schwerer sei zu verstehen, „wie wir mit so viel Erfahrung immer noch zu dieser Art von Fehler fähig sind und mein Rennen wegwerfen für das, wofür auch immer jemand kämpfen wollte“.

Die Sportkommissare belegten Hülkenberg für die erste Kollision mit einer Zehn-Sekunden-Strafe. In ihrer Begründung hieß es, er habe sich in Auto 55 gedreht und so die Kollision verursacht. Für den späteren Kontakt mit Colapinto gab es dagegen keine weitere Maßnahme. Die Kommissare werteten den Vorfall als Folge davon, dass Sainz nach dem ersten Schaden andere Autos vorbeilassen wollte und dabei unerwartet die Richtung änderte, als er sich von der Ideallinie weg nach rechts bewegte.

Hülkenberg widersprach der Einschätzung nach dem Rennen zumindest teilweise. Nico Hülkenberg erklärte, bei einem Restart sieben Runden vor Schluss sei es zwangsläufig hitzig. Er habe Esteban Ocon ausweichen müssen, sei dadurch ganz innen in der Haarnadel mit vollem Lenkeinschlag gelandet und habe nicht weiter einlenken können. „Ich kann nicht verschwinden“, sagte er, bevor es zum Kontakt mit Sainz kam.

Für Williams war damit in der Schlussphase eine realistische Punktegelegenheit verloren, während Hülkenberg die Strafe für den Auslöser des Zwischenfalls kassierte und Sainz mit einem irreparabel beschädigten Auto ausschied.