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Sainz fordert geteiltes Monaco-Q1 erneut

Carlos Sainz hat vor dem Grand Prix von Monaco erneut kritisiert, dass die Formel 1 das Q1 dort nicht in getrennte Gruppen aufteilt. Der Williams-Pilot hält den ersten Qualifying-Abschnitt mit 22 Autos für „ein bisschen eine Lotterie mit Verkehr und Flaggen“.

Sainz sagte, er verstehe weiterhin nicht, warum die Serie seinen seit Jahren vorgebrachten Vorschlag nicht aufgreife. Sein Modell orientiert sich an der Formel E: zwei Gruppen mit je elf Autos, getrennte Teamkollegen und pro Gruppe nur drei Ausgeschiedene. Das würde aus seiner Sicht „die Hackordnung überhaupt nicht beeinflussen“.

Sein Einwand wiegt in Monaco besonders schwer. Der Stadtkurs ist mit 3,3 Kilometern der kürzeste im Formel-1-Kalender und zugleich der engste, während das Feld in diesem Jahr auf 22 Autos angewachsen ist, so groß wie seit 2016 nicht mehr.

Carlos Sainz, Williams-Fahrer, sagte, das Thema werde intern zwar regelmäßig angesprochen, versande dann aber sofort wieder. Es komme „bei jedem Fahrerbriefing am Freitag in Monaco“ auf den Tisch und werde danach „bis zum Fahrerbriefing im folgenden Jahr vergessen“.

Widerspruch bekam er von Lando Norris. Der McLaren-Fahrer sieht in zwei getrennten Sessions keine saubere Lösung, weil sich immer eine Hälfte des Feldes benachteiligt fühlen würde. Statt das Format zu ändern, setzte Norris auf Disziplin im Verkehr: Fahrer müssten in die Spiegel schauen und Funkhinweise richtig nutzen, um schnelle Runden nicht zu behindern. Dann, so seine Einschätzung, müsse die Situation nicht zwangsläufig aus dem Ruder laufen.

Charles Leclerc teilte die Sorge über den Verkehr, ohne Sainz’ Rezept zu unterstützen. Der Ferrari-Pilot sagte, „22 Autos auf einer so kurzen Strecke“ würden „ziemlich knifflig“ und „nicht ideal für Q1“ sein. Gleichzeitig sei er „kein großer Fan“ einer Aufteilung in Gruppen, weil schon die Zusammensetzung der Gruppen beeinflussen könne, wer überhaupt in Q2 einzieht.

Damit bleibt Monaco vor dem Qualifying bei einem bekannten Konflikt: Sainz sieht in getrennten Q1-Gruppen den naheliegenden Weg aus dem Verkehrsproblem, doch ein Teil des Feldes hält gleiche Bedingungen für alle Autos auf der Strecke weiterhin für das kleinere Übel.