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Russell über Verstappen: Gehen oder bleiben

George Russell hat Max Verstappens Kritik an der Formel 1 am Freitag ziemlich direkt eingeordnet. Der Mercedes-Pilot machte in einer Online-Medienrunde klar, dass er sowohl einen Abgang des Red-Bull-Fahrers verstehen würde als auch einen Verbleib. Der schärfste Punkt dabei: Russell verwies darauf, dass Verstappen 2022 nicht über unangenehme Autos klagte, als er gewann, jetzt aber sehr deutlich wird, seit Red Bull nicht mehr vorne fährt.

„Die Formel 1 ist größer als jeder Fahrer. Aber du willst Max Verstappen nicht verlieren, ich möchte gegen ihn fahren“, sagte Russell, Mercedes-Fahrer, in einer Online-Pressekonferenz von Mercedes am Freitag. Damit stellte er klar, dass die Serie aus seiner Sicht auch ohne den viermaligen Weltmeister weitergehen würde, die Rivalen ihn auf der Strecke aber vermissen würden.

Auf die Frage nach Verstappens Zweifeln an seiner Zukunft in der Formel 1 verband Russell dessen Ton direkt mit der aktuellen Hackordnung. „Ich hatte 2022 Probleme mit ,Porpoising‘, dem Stuitern des Autos. Es war wirklich nicht angenehm, darin zu fahren. Aber Max hatte damals solche Probleme nicht und hat sich nicht beschwert, er hatte das nicht und hat gewonnen“, sagte Russell, Mercedes-Fahrer, in derselben Online-Medienrunde am Freitag.

Russell zog den Vergleich noch weiter und sagte, Verstappens heutige Beschwerden seien nicht dieselben wie bei den Teams, die gerade vorne liegen. „Die Beschwerden, die er jetzt hat, sind nicht die Beschwerden von uns bei Mercedes oder McLaren und Ferrari. Denn jetzt stehen wir vorne“, sagte Russell, Mercedes-Fahrer, in derselben Online-Medienrunde am Freitag. Er schob direkt hinterher: „Ich verstehe und erkenne seine Frustration schon“, sagte Russell, Mercedes-Fahrer, in derselben Online-Medienrunde am Freitag.

Damit blieb Russell nicht bei einer bloßen Gegenposition. Er sagte auch, dass Verstappen an einem ganz anderen Punkt seiner Karriere angekommen sei als viele andere Fahrer. „Denn Max hat inzwischen schon erreicht, wovon andere nur träumen können: Champion zu werden. Er hat sogar schon vier Titel, also kommt er vielleicht an einen Punkt, an dem es in der Formel 1 nicht mehr viel für ihn zu erreichen gibt“, sagte Russell, Mercedes-Fahrer, in derselben Online-Medienrunde am Freitag.

Russell sprach dabei ausdrücklich nicht nur über Titel und Rekorde, sondern über die Phase, in der sich ein Fahrer befindet. Nach seiner Darstellung jagt er selbst noch seiner ersten Weltmeisterschaft hinterher, während Verstappen vieles schon abgehakt hat. Genau daraus leitet Russell ab, dass beide Wege nachvollziehbar wären.

„Ich würde es verstehen, wenn er geht, aber auch wenn er bleibt“, sagte Russell, Mercedes-Fahrer, in der Online-Pressekonferenz von Mercedes am Freitag.

Der Kern seiner Aussage ist damit ziemlich eindeutig. Russell bestreitet nicht, dass Verstappen Gründe für seinen Frust sieht. Er sagt aber auch klar, dass solche Debatten in der Formel 1 oft anders klingen, wenn ein Fahrer und sein Team nicht mehr gewinnen.