© Jonathan Borba

Red Bull hält Hart als Verstappens Ingenieur 2027

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Tom Hart wird voraussichtlich bei Red Bull bleiben und ab der Formel-1-Saison 2027 GianPiero Lambiase als Renningenieur von Max Verstappen ersetzen. Damit kippt ein geplanter Wechsel zu Williams, wo Hart als neuer Renningenieur von Alex Albon gehandelt worden war.

Die Wendung ist vor allem deshalb bedeutend, weil Williams offenbar bereits mit Hart für Albon geplant hatte. Albon bestätigte nun öffentlich, dass der Deal nicht zustande kommt. Der Williams-Fahrer sagte in einem Q&A von GPblog: „Wir haben uns obviously um Tom bemüht. Ich finde, Tom ist ein großartiger Typ, ein großartiger Ingenieur, aber wir haben auch andere Pläne in der Hinterhand.“ Damit war die Spekulation über Harts Zukunft faktisch beendet, obwohl Red Bull den Schritt selbst noch nicht offiziell verkündet hat.

Nach Informationen von De Telegraaf ist Hart stattdessen dafür vorgesehen, ab 2027 die Rolle auf Verstappens Seite der Garage zu übernehmen. Das macht ihn zum designierten Nachfolger von Lambiase, der seit 2016 Verstappens Stimme am Funk ist und zugleich als Head of Racing von Red Bull arbeitet.

Die Nachfolgefrage hatte sich im April zugespitzt, als McLaren bekanntgab, Lambiase als künftigen Chief Racing Officer verpflichtet zu haben, mit einem Wechsel „nicht später“ als 2028. Red Bull antwortet darauf nun offenbar mit einer internen Lösung statt mit einem externen Ersatz.

Für das Team aus Milton Keynes ist das mehr als nur eine Umbesetzung. Teamchef Laurent Mekies hatte den Kampf um Personal zuletzt selbst als zentrales Thema beschrieben. Gegenüber PlanetF1.com und anderen Medien sagte Mekies: „Es gibt viele Gerüchte über das Team und das Personal im Team.“ Er ergänzte: „Wenn ich mir die Namen anschaue, die in den letzten Monaten kursiert sind, dann sind die meisten noch in der Garage. Manche wollten nie gehen, manche haben ihre Meinung geändert und bleiben bei uns.“

Hart passt genau in dieses Bild. Er kam 2012 zu Red Bull, nachdem er zuvor als politischer Berater gearbeitet hatte, und stieg vor der Saison 2020 zum Performance-Ingenieur auf. In den vergangenen Wochen soll er bei Tests mit Ersatzfahrer Yuki Tsunoda zusätzliche Erfahrung als Renningenieur gesammelt haben. Berichten zufolge könnte er Lambiase in diesem Jahr bei einzelnen Rennwochenenden vertreten, um den Übergang zu 2027 vorzubereiten. Bereits im Training beim Grand Prix der Emilia-Romagna 2024 in Imola hatte er Lambiase schon einmal vertreten.

Für Williams schafft Harts Verbleib bei Red Bull dagegen ein unmittelbares Problem. Albon muss ab 2027 mit einem neuen Renningenieur arbeiten, weil James Urwin eine fabrikbasierte Rolle übernehmen wird. Albon sagte dazu: „James, mein aktueller Renningenieur, wird sich mehr in Richtung einer Rolle im Werk bewegen, und ich glaube, dass er darin großartig sein wird.“ Williams müsse nun jemanden finden, „der diesen Prozess fortführen und die Ingenieursrolle von James im nächsten Jahr übernehmen kann“.

Damit wird aus einem beinahe verlorenen Mitarbeiter für Red Bull ein wichtiger interner Erfolg. Während Rivalen Personal aus Milton Keynes umwerben, sichert sich das Team mit Hart offenbar nicht nur Lambiase’ Nachfolge, sondern zwingt Williams auch dazu, Albons Renningenieur für 2027 neu zu besetzen.

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