Rachel Brookes hat klargestellt, dass ihr scheinbar abruptes Aus bei Sky Sports F1 intern längst vorbereitet war und sie sich vor der öffentlichen Bekanntgabe bereits im Fahrerlager verabschieden konnte.
Im Essential-F1-Podcast nach dem Großen Preis von Ungarn sagte Brookes, ihr Abschied habe „sehr plötzlich gewirkt, aber das war er nicht“. Nach mehr als 14 Jahren bei Sky habe sie die Möglichkeit gehabt, sich „von Leuten im Fahrerlager, von Leuten, mit denen ich gearbeitet habe, Teams, Fahrern“ zu verabschieden.
Besonders eindrücklich schilderte sie ihr Gespräch mit Lewis Hamilton. Brookes sagte, sie habe „eine schöne Unterhaltung mit Lewis“ gehabt, er sei „wirklich, wirklich nett, sehr unterstützend“ gewesen. Nicht alles aus dem Gespräch wolle sie öffentlich machen, sagte sie, doch der Moment danach blieb ihr sichtbar in Erinnerung: Hamilton habe sie „fest umarmt“ und gesagt: „Ich hoffe, ich sehe dich bald wieder im Fahrerlager.“ Gerade dieser Satz unterstrich, dass ihr Abschied im Paddock nicht wie ein kalter Schnitt wahrgenommen wurde, sondern wie der vorläufige Abschied eines vertrauten Gesichts.
Ähnlich persönlich verlief ein anderer Moment mit Charles Leclerc in Kanada. Brookes erzählte, sie habe gerade ihre Arbeit im TV-Interviewbereich beendet, als Leclerc nach seinen schriftlichen Medienrunden auf sie zukam und ihr „einfach die größte Umarmung“ gegeben habe. „Er hat kein Wort gesagt“, sagte sie. Sie habe sich nur bedankt, dann sei er weitergegangen.
Brookes nutzte den Podcast auch, um Spekulationen über die Hintergründe ihres Ausstiegs zurückzuweisen. Ihr Weggang habe „überhaupt nichts“ mit den Online-Anfeindungen zu tun gehabt, die sie nach einem Interview mit Max Verstappen über dessen Zwischenfall mit George Russell beim Spanien-GP 2025 erhalten hatte. Das Thema sei „sehr schnell geklärt“ worden, sagte sie, und fügte hinzu: „Ich habe ein großartiges Verhältnis zu Max. Also absolut nichts damit zu tun.“ Damit widersprach sie direkt der Deutung, ihr Abschied sei eine Folge dieser Episode gewesen.
Nicht von allen Fahrern konnte sie sich noch persönlich verabschieden. Umso mehr bedeuteten ihr die Nachrichten, die danach noch kamen. Am Tag nach der Bekanntgabe habe sie zu Hause Videobotschaften von „ein paar Fahrern“ erhalten, in denen es hieß: „Wir werden dich vermissen.“ Für Brookes war das die Bestätigung, wie eng die Formel 1 hinter den Kulissen funktioniert: „Das Fahrerlager ist eine Familie“, sagte sie, und ergänzte, sie sei von der Reaktion „ziemlich überwältigt“ gewesen.
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