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Bottas wehrt Zweifel an Alter und Cadillac-Zukunft ab

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Valtteri Bottas hat klargestellt, dass er sich weder um sein Alter noch um seine Zukunft bei Cadillac sorgt, obwohl das neue Team in seiner ersten Formel-1-Saison weiter ohne Punkte ist und in Zandvoort nur aus der letzten Startreihe ins Rennen geht.

Der Finne, der zwischen dem Grand Prix der Niederlande und dem Grand Prix von Italien 37 Jahre alt wird, wies die Frage nach einem möglichen altersbedingten Leistungsabfall deutlich zurück. „Das ist ein gutes Alter, um meine Karriere fortzusetzen“, sagte Bottas. „Zu keinem Zeitpunkt hatte ich das Gefühl, dass sich irgendetwas verschlechtert hat. Meine körperliche Verfassung ist gut und ich sammle jedes Jahr mehr Erfahrung. Meine Reaktionszeiten sind immer noch dieselben wie zu Beginn meiner Karriere. Nichts hat sich verschlechtert.“

Auch Spekulationen über seinen Platz bei Cadillac wies er zurück. Auf die Frage, ob die amerikanische Unterstützung für Colton Herta seine Position gefährden könnte, sagte Bottas, sein Cockpit für die nächste Saison sei gesichert. „Ich habe hier mein Ticket für die nächste Saison und werde mich nur darauf konzentrieren, hier weiterzumachen“, sagte er. Herta fährt derzeit in der Formel 2, um die nötigen Punkte für die Superlizenz zu sammeln.

Bottas verband diese Gelassenheit aber mit einer schonungslosen Einschätzung der sportlichen Lage. Cadillac habe seine Zuverlässigkeitsprobleme noch nicht gelöst, liege mit der reinen Pace weiter klar hinter dem Feld und wäre selbst mit einem sauber funktionierenden Auto noch nicht in Reichweite der Punkteränge. „Wir wären noch nicht in der Lage, in die Punkte zu fahren, weil der Abstand zu den anderen da ist“, sagte er. „In normalen Rennen könnten wir derzeit irgendwo zwischen Platz 18 und 20 ins Ziel kommen. Da stehen wir gerade. Wir müssen die Zuverlässigkeit in den Griff bekommen, damit wir jedes Rennen beenden können, das ist die Priorität.“

Wie weit Cadillac davon noch entfernt ist, zeigte sich am Samstag in Zandvoort erneut. Bottas wurde im Sprint 19. und qualifizierte sich anschließend für den Grand Prix über 72 Runden auf Platz 21. Teamkollege Sergio Pérez kam im Sprint auf Rang 21 und stellte den zweiten Cadillac auf Startplatz 22, nachdem ihn am Samstagmorgen ein Hydraulikproblem zurückgeworfen hatte.

Bottas sieht die schwierige Anfangsphase des Projekts auch im Zusammenhang mit den internen Umbrüchen des jungen Teams. Den Abgang von Graeme Lowdon mitten in der Saison nannte er „eine Überraschung mitten in der Saison“. Den Amtsantritt von Marcin Budkowski beschrieb er als „eine gewisse amerikanische Art, Dinge zu tun“. Wenn man sehe, dass etwas geändert werden müsse, „dann wird das schnell erledigt“, sagte er. „Die Zeit wird zeigen, wie der Neue den Job macht.“

Genau darin liegt derzeit auch Bottas' Rolle bei Cadillac: nicht in einem kurzfristigen Kampf um Punkte, sondern in einem länger angelegten Neuaufbau, bei dem seine Erfahrung und seine gesicherte Zukunft wichtiger sind als die Startplätze ganz hinten in Zandvoort.

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