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Monaco: Nur zwei F1-Fahrer stürzten in den Hafen

In der WM-Geschichte des Monaco Grand Prix sind nur zwei Formel-1-Fahrer tatsächlich im Hafenbecken gelandet: Alberto Ascari 1955 und Paul Hawkins 1965. Die besondere Härte dieser seltenen Monaco-Episoden liegt darin, dass beide ihren Sturz ins Wasser zunächst überlebten, ihre Karrieren aber später durch tödliche Unfälle endeten.

Ascari war zu diesem Zeitpunkt längst eine der prägenden Figuren der frühen Formel 1. Der Ferrari-Weltmeister von 1952 und 1953 führte den Monaco Grand Prix 1955 in seinem Lancia an, nachdem Stirling Moss mit Motorschaden ausgefallen war. Auf Runde 80 von 100 verfehlte Ascari die Schikane nach dem Tunnel, schoss geradeaus und stürzte in den Hafen. Er konnte sich aus dem sinkenden Auto befreien und ans Ufer schwimmen.

Gerade deshalb bekam der Vorfall im Rückblick ein noch schwereres Gewicht. Nur vier Tage nach dem Unfall in Monaco starb Ascari bei einem privaten Test in Monza in einem Ferrari-Sportwagen. Die genauen Umstände wurden in den Berichten als nicht vollständig geklärt beschrieben. Als allgemein akzeptierte Erklärung gilt, dass er die Kontrolle über das Auto verlor, der Wagen sich überschlug und der Unfall tödlich endete.

Damit wurde aus einem der spektakulärsten Beinahe-Unglücke der Monaco-Geschichte ein düsteres Vorspiel zu einem viel größeren Verlust. Ascari hatte sich in Monaco noch aus eigener Kraft gerettet, doch nur wenige Tage später war seine Karriere und sein Leben beendet.

Der einzige weitere Fall kam erst zehn Jahre später. 1965 verfehlte Paul Hawkins im Lotus ebenfalls die Schikane im Hafenbereich und stürzte ins Mittelmeer. Wie Ascari konnte auch der Australier seinen Wagen verlassen, bevor er sank. Damit blieb die Zahl der Formel-1-Fahrer, die in Monaco im Wasser landeten, bei genau zwei.

Auch Hawkins' Geschichte bekam später eine tragische Wendung. Er starb 1969 nach einem Unfall bei der RAC Trophy in Oulton Park in Großbritannien. Sein Lola verunglückte und fing Feuer, Hawkins erlag seinen Verletzungen.

Dass es in mehr als sieben Jahrzehnten WM-Geschichte nur diese beiden Fälle gab, unterstreicht den Sonderstatus dieser Szenen bis heute. Zugleich erklären sie, warum Monaco trotz aller Modernisierung seinen Ruf als prestigeträchtiger, aber fehlerintoleranter Stadtkurs behalten hat: Ein kleiner Fehler kann dort nicht nur ein Rennen beenden, sondern einen Platz in der düstersten Erinnerung des Sports schaffen.