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Ricciardo bleibt Verstappens Maßstab bei Red Bull

Daniel Ricciardo hat die RacingNews365-Leserumfrage nach Max Verstappens bestem Teamkollegen bei Red Bull klar gewonnen: 48,33 Prozent der Stimmen entfielen auf den Australier, der bis heute als Einziger Verstappen in der Gesamtwertung schlagen konnte.

Genau das erklärt auch, warum Ricciardo in der Abstimmung so deutlich vorne lag. Er bezwang Verstappen in den Saisons 2016 und 2017 und bleibt damit der einzige Red-Bull-Teamkollege des Niederländers, dem das über ein komplettes Jahr gelang. In ihren 58 gemeinsamen Rennen holten beide zusammen zudem neun Siege, was Ricciardos Zeit an Verstappens Seite im Rückblick klar von den späteren Paarungen abhebt.

Hinter Ricciardo landete Sergio Perez mit 27,80 Prozent auf Rang zwei. Das ist ein respektabler Abstand zum Sieger, aber zugleich eine Bestätigung dafür, dass Perez in der Wahrnehmung vieler Leser mehr hinterließ als nur seine schwierige Schlussphase. Ausschlaggebend dafür dürften vor allem sein Beitrag zu Verstappens erstem Titel 2021 und seine Defensivarbeit gegen Lewis Hamilton in Abu Dhabi gewesen sein. Dazu kommen fünf Siege in den Jahren 2021 bis 2024, auch wenn seine Form in den letzten beiden Saisons deutlich nachließ.

Der auffälligste Befund der Umfrage steckt allerdings hinter den ersten beiden Plätzen. Isack Hadjar kam bereits auf 17,47 Prozent und wurde damit Dritter, obwohl er erst neun Rennen als Verstappens Teamkollege bestritten hat. Für einen Fahrer mit so kurzer Anlaufzeit ist das ein bemerkenswert hoher Wert.

Die Grundlage dafür ist laut den vorliegenden Angaben eine Serie von fünf Punkteergebnissen in Folge vom Kanada-Grand-Prix bis nach Silverstone. Besonders heraus stach dabei Rang vier in Monaco. Offenbar reichte diese frühe Konstanz aus, um Hadjar in der Leserwahrnehmung schon jetzt deutlich vor mehrere etablierte oder frühere Red-Bull-Fahrer zu schieben.

Gerade das macht das Gesamtbild der Abstimmung interessant. Denn ab Platz vier brechen die Werte massiv ein. Liam Lawson erhielt 3,49 Prozent, Yuki Tsunoda 1,46 Prozent, Alex Albon 0,87 Prozent und Pierre Gasly nur 0,58 Prozent. Gasly und Albon hatten beide schwierige Phasen bei Red Bull und fanden in der Umfrage kaum Rückhalt. Lawson blieb nach nur zwei punktlosen Rennen ebenfalls ohne nennenswerten Eindruck.

Damit zeichnet die Abstimmung eine klare Hierarchie. Ricciardo bleibt für die Leser der Referenzfall, wenn es um Verstappens Teamkollegen geht, Perez folgt mit Abstand als produktiver Helfer und Hadjar schiebt sich schon nach kurzer Zeit in die Diskussion. Für alle anderen fällt das Urteil deutlich härter aus, was einmal mehr zeigt, wie selten jemand Verstappen bei Red Bull sportlich wirklich unter Druck setzen konnte.