Mick Schumacher sieht trotz der lauten Debatte um die Formel-1-Regeln für 2026 keinen Grund zur Panik. Der frühere Haas-Pilot und heutige RLL-Fahrer sagte in Interviews mit Motorsport.com und Motorsport-Total.com, er habe „absolut keine Zweifel“, dass die Serie ihre aktuellen Probleme lösen wird, auch bei Themen wie Superclipping und dem Umgang mit der Hybridtechnik.
Schumacher sagte als RLL-Fahrer im Interview mit Motorsport-Total.com: „Ich glaube, die Sache mit der Formel 1 ist, dass sie sich ständig weiterentwickelt. Sie werden immer hart daran arbeiten, jedes Problem, mit dem sie konfrontiert sind, zu lösen und zu verbessern. Manchmal dauert es etwas länger. Manchmal geht es schneller, geht gewissermaßen über Nacht.“ Nach drei Rennen gebe es deshalb aus seiner Sicht keinen Anlass, nervös zu werden. Gegenüber Motorsport.com und Motorsport-Total.com sagte Schumacher, es gebe „keinen Grund zur Panik“, weil die Formel 1 „eine Lösung für das finden wird, womit sie gerade zu tun hat, egal, welches Problem sie gerade hat“.
Der Hintergrund ist eine breite Kritik am Reglement für 2026. Laut den vorliegenden Berichten setzt die Formel 1 dann viel stärker auf elektrische Energie, was ständiges Energiemanagement verlangt. Das soll zwar mehr Überholmanöver fördern, zugleich gibt es aber Beschwerden über „künstliche“ Überholvorgänge. Nach Ollie Bearmans 50G-Unfall in Suzuka wurden den Zusammenfassungen zufolge auch Sicherheitsfragen laut. Formel-1-Chef Stefano Domenicali gilt laut Motorsport.com und den weiteren Berichten als offen dafür, die Regeln anzupassen.
Schumacher argumentiert trotzdem, dass die Serie solche Phasen kennt und schon oft Lösungen gefunden hat. Gegenüber Motorsport.com sagte der frühere Formel-1-Fahrer, die Königsklasse sei auch deshalb seit Jahren an der Spitze des Motorsports, weil sie sich immer wieder neu erfinde und das eigene Format herausfordere. Den besten Vergleich sieht er in der Saison 2022. Damals ging es nicht um Batteriemanagement oder Superclipping, sondern um Porpoising. Schumacher sagte im Interview mit Motorsport-Total.com, die Autos hätten damals „wippten … wie Lowrider“ und im ersten Drittel des Jahres „skurrile Bilder“ geliefert.
Für ihn zeigt genau dieses Beispiel, wie schnell sich ein großes technisches Problem verändern kann. Schumacher sagte als RLL-Fahrer im Interview mit Motorsport-Total.com: „Wenn wir auf 2022 zurückblicken, als die Autos so stark aufsetzten, haben sie bis zum Ende des Jahres Lösungen dafür gefunden.“ Und er verwies im Interview mit Motorsport.com auf die weitere Entwicklung danach. Innerhalb der nächsten zwei bis drei Jahre habe die Formel 1 diese Fahrzeuge zu „einem der schnellsten Autos überhaupt“ gemacht.
Schumacher betrachtet die Lage heute aus etwas Abstand. Laut den Berichten verfolgt er die Formel 1 weiter genau, obwohl seine eigene F1-Karriere Ende 2022 nach seiner Trennung von Haas endete. Nach seiner Zeit als Mercedes-Testfahrer und einem Einsatz bei den 24 Stunden von Le Mans fährt er nun seine Rookie-Saison in der IndyCar-Serie für RLL. Gerade deshalb fällt sein Blick auf 2026 nüchtern aus. Er sagte als RLL-Fahrer im Interview mit Motorsport-Total.com, er bezweifle nicht, „dass sie einen Weg finden werden, das, was sie haben, zu verbessern, um wieder Spaß zu haben“.