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McLaren bringt Motorupdate und Heckflügel nach Spa

McLaren hat bestätigt, dass Lando Norris und Oscar Piastri beim Belgien-Grand-Prix erstmals die neueste Mercedes-Power-Unit-Spezifikation sowie einen neuen Heckflügel erhalten, erwartet in Spa aber trotz des Doppel-Updates keinen deutlichen Sprung bei der Wettbewerbsfähigkeit.

Damit zieht McLaren als letztes der vier Mercedes-HPP-Kundenteams nach. Alpine und Williams hatten die neue Motorspezifikation bereits vor Silverstone eingeführt, während Norris und Piastri in Belgien jeweils ihren dritten Verbrennungsmotor der Saison erhalten. Eine Startplatzstrafe folgt daraus nicht, da pro Fahrer vier ICEs ohne Strafe erlaubt sind.

Der neue Mercedes-Motor gilt bei McLaren vor allem als Zuverlässigkeitsupdate, nicht als Leistungsupgrade. Die Spezifikation war zuvor mit den Ausfällen von George Russell in Kanada und Kimi Antonelli in Barcelona in Verbindung gebracht worden. Auch McLaren hatte in dieser Saison bereits Probleme auf der Antriebsseite: Norris kämpfte in Monaco mit einem Batterieproblem, und in China konnten beide Autos nach Defekten kurz vor dem Start nicht ins Rennen gehen, wobei Piastris MCL40 sogar vom Grid geschoben werden musste.

Neben dem Motor bringt McLaren auch einen neuen Heckflügel nach Spa, den das Team im Training bewerten will. Die Komponente war bereits zum Österreich-Grand-Prix an die Strecke gebracht worden, kam dort aus Vorsicht aber nicht zum Einsatz.

Neil Houldley, McLarens Technical Director, Applied Engineering, dämpfte die Erwartungen trotz der Änderungen. „Wir sind zuversichtlich, dass dieses Update unserem Auto etwas Performance bringen wird, aber nach einem schwierigen Großbritannien-Grand-Prix, vor allem in Sachen reiner Performance, ist uns völlig klar, dass auch dieses Wochenende nicht einfach wird. Deshalb erwarten wir keine große Veränderung bei der Wettbewerbsfähigkeit“, sagte er.

Gerade Spa macht die unmittelbare Wirkung der Updates schwer einzuschätzen. Houldley bezeichnete den Belgien-Grand-Prix als „unglaublich anspruchsvoll aus Sicht des Energiemanagements“ und als „eine der energiehungrigsten Strecken im Kalender“. McLaren rechnet zudem mit einem erheblichen Anteil an Super Clip sowie mit einer unberechenbaren Wettervorhersage, was den ersten Einsatz des neuen Motorpakets und des Heckflügels zusätzlich zu einem Belastungstest macht.