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Madrid weist Zweifel an F1-Debüt klar zurück

Luis Garcia Abad, Generaldirektor des neuen Grand Prix von Spanien in Madrid, hat ausgeschlossen, dass das Formel-1-Debüt auf dem Madring vom 11. bis 13. September ersetzt wird, und betont, an der planmäßigen Austragung gebe es „keine Zweifel“.

Gegenüber RacingNews365 wies Garcia Abad die Gerüchte über mögliche Ausweichorte deutlich zurück. Ein Ersatzrennen sei „vertraglich nicht möglich“, sagte er und verwies darauf, dass im Fahrerlager zwar täglich neue Spekulationen kursierten, diese im Fall Madrid aber nicht zuträfen. Auf die direkte Frage, ob er zu 100 Prozent von der Durchführung überzeugt sei, antwortete er: „Daran gibt es keine Zweifel. Die FIA, die FOM und wir selbst haben keinerlei Problem damit, die Veranstaltung ordnungsgemäß zu liefern.“

Auslöser der Debatte waren jüngste Bilder einer Baustelle, die hinter dem Zeitplan zu liegen schien, sowie die grundsätzliche Frage, ob der neue Stadtkurs rechtzeitig fertig wird und die nötige FIA-Homologation erhält. Genau dort setzt der Veranstalter nun auf Entwarnung, auch wenn Garcia Abad einräumte, dass noch viel Arbeit bevorsteht.

Der kritische Punkt sei inzwischen weniger die Strecke selbst als die gesamte Infrastruktur rund um das Event. Madrid plant an jedem Tag des Rennwochenendes mit 120.000 Zuschauern. Garcia Abad sagte, der Asphalteinbau werde bis Ende dieses Monats abgeschlossen sein. „Die Dinge sehen in Bezug auf die Fertigstellung des Projekts und den Bau sehr gut aus“, erklärte er, fügte aber auch hinzu: „Wir haben noch viele Dinge zu tun.“

Gerade bei einem neuen Grand Prix sei das Umfeld entscheidend, weil Tribünen, Zugänge und Versorgung für diese Größenordnung funktionieren müssen. Garcia Abad stellte das dem langjährigen Austragungsort Barcelona gegenüber, der seiner Darstellung nach für das Angebot an rund 100.000 Zuschauern häufig kritisiert worden sei. In Madrid solle die vorhandene IFEMA-Struktur helfen, diese Aufgabe rechtzeitig zu bewältigen.

Darauf stützt sich auch ein zentraler Teil der Zuversicht des Veranstalters. Nach Angaben von Garcia Abad bringt das Messegelände 35 Jahre bestehende Infrastruktur mit, darunter Energieversorgung, Parkplätze, eine Metrostation direkt am Haupteingang, WLAN und Toiletten. Dinge, die an klassischen Rennstrecken oft erst geschaffen werden müssten, seien damit bereits vorhanden.

Die größte operative Herausforderung des vergangenen Monats sei stattdessen gewesen, die Bauarbeiten mit dem laufenden Messebetrieb im IFEMA-Komplex zu synchronisieren. Man habe die täglichen Abläufe des Ausstellungsgeschäfts berücksichtigen müssen, während parallel am Grand Prix gearbeitet werde. Auch Formel-1-CEO Stefano Domenicali habe das Gelände zuletzt inspiziert; laut Garcia Abad verfolgen die Beteiligten den Baufortschritt gemeinsam.

Für die Formel 1 ist der Termin sportlich und politisch bedeutend, weil der Grand Prix von Spanien 2025 seinen Namen von Barcelonas Circuit de Catalunya an den neuen Standort in Madrid verlagert. Die Rückkehr der Hauptstadt in den Kalender war im Januar 2024 mit einem Zehnjahresvertrag bis 2035 formalisiert worden. Sollte der Zeitplan nun halten, kehrt Madrid erstmals seit dem letzten Formel-1-Rennen in Jarama 1981 als WM-Schauplatz zurück.