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Ralf Schumacher fordert Sainz-Strafe in Zandvoort

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Ralf Schumacher hat nach Carlos Sainz’ Kollision mit Oscar Piastri beim Grand Prix von Ungarn eine zusätzliche Strafe für das nächste Rennen in Zandvoort gefordert und die im Rennen verhängten fünf Sekunden als zu milde bezeichnet.

Der ehemalige Williams-Pilot sagte bei Sky Deutschland, eine normale Strafe reiche in diesem Fall nicht aus. „Für mich sollte Carlos Sainz für das nächste Rennen bestraft werden. Im Qualifying in Zandvoort muss er eine Strafe bekommen, weil das sonst einen Präzedenzfall schaffen würde. So etwas darf niemals passieren“, sagte Schumacher.

Aus seiner Sicht wiegt der Vorfall auch deshalb besonders schwer, weil Sainz und Fernando Alonso in dieser Phase nicht um Punkte kämpften, während Piastri als virtueller Rennführer auflief, um beide zu überrunden. Schumacher nannte die Szene „etwas, das einen wütend macht“ und sagte, es sei ein „absolutes No-Go“, wenn dann der Führende ankomme und Sainz mit dessen Auto kollidiere.

Der Zwischenfall entstand, als Sainz mit Alonso um Position kämpfte und Piastri im Verkehr auf den Williams auflief. Die FIA-Stewards belegten Sainz dafür noch im Rennen mit einer Fünf-Sekunden-Strafe.

Allerdings wurde der Fall nicht ohne mildernde Umstände bewertet. Nach dem Rennen wurde bekannt, dass es am Hungaroring Probleme mit dem GPS- und Blue-Flag-System gab. Sainz erklärte, die entsprechenden Signale seien auf seinem Lenkrad nicht erschienen, und laut den vorliegenden Informationen betraf das mehrere Autos.

Für Schumacher ändert das wenig. Er argumentierte, dass Funk, Spiegel und die Flaggenposten entlang der Strecke ausgereicht hätten, um zu erkennen, dass sich ein schnelleres Auto näherte. „Alle Fahrer wissen, wie das funktioniert“, sagte er.

Mit seiner Kritik steht Schumacher nicht allein. Auch Günther Steiner hielt die Strafe für zu niedrig und verwies darauf, dass in einer solchen Blue-Flag-Situation normalerweise zehn Sekunden der Standard seien. Im Podcast The Red Flag sagte Steiner, die Stewards hätten keine mildernden Umstände berücksichtigen sollen: Es sei klar eine Blue-Flag-Situation gewesen und deshalb eine Zehn-Sekunden-Strafe angebracht gewesen.

Damit richtet sich der Blick nicht nur auf Sainz’ Fehler, sondern auch auf die Linie der FIA. Trotz anerkannter Systemprobleme bleibt nach Ungarn die Frage, ob die Stewards mit fünf Sekunden ein Signal gesetzt haben, das in vergleichbaren Überrundungssituationen künftig als zu nachsichtig gelten könnte.

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