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Komatsu: 2026 löst Monacos Überholproblem nicht

Ayao Komatsu, Teamchef von Haas, glaubt nicht, dass die Formel-1-Autos für 2026 Monacos zentrales Sonntagsproblem lösen werden: Überholen bleibt aus seiner Sicht auch dann kaum möglich, und genau das müsse man als Teil des Charakters des Grand Prix akzeptieren.

Im Essential-F1-Podcast formulierte Komatsu seine Einschätzung deutlich. „Ich glaube nicht, dass man am Sonntag dort aktuell überholen kann. Ich meine, schaut euch Suzuka an, selbst in Miami war das Überholen ziemlich schwierig“, sagte er. Deshalb erwarte er in Monte Carlo keine grundlegende Veränderung: „In Monaco wird es also meiner Meinung nach genauso sein. Ich glaube nicht, dass es im Moment reicht, um in Monaco Überholmanöver zu sehen.“

Für Komatsu ist das aber kein Beleg dafür, dass Monaco zwanghaft an den Maßstäben anderer Rennen gemessen werden sollte. Mit Blick auf den Kalender sagte er: „Wir haben 22 Rennen im Kalender, und ich finde Monaco einfach extrem einzigartig.“ Daraus leitet er eine klare Haltung ab: „Anstatt zu versuchen, den Sonntag in Monaco passend zu machen, das ist meine persönliche Meinung, sollten wir den Monaco-Sonntag einfach so akzeptieren, wie er ist.“

Diese Position kommt nach mehreren Jahren Debatte darüber, wie sich das Rennen weniger prozessionsartig gestalten ließe. Laut einer der Zusammenfassungen wurde 2025 sogar ein Format mit zwei Pflichtboxenstopps eingeführt, um mehr Spannung zu erzeugen, ehe diese Vorgabe für 2026 wieder gestrichen wurde, weil sie keinen Erfolg brachte.

Komatsu sieht Monacos Reiz ohnehin an anderer Stelle. Er nannte den Schauplatz „eine fantastische Location“ mit einer „völlig anderen Atmosphäre“ und betonte: „Es dreht sich alles um den Samstag.“ Gerade das mache das Wochenende für ihn so besonders und hebe Monaco vom Rest des Kalenders ab.

Auch sportlich verlagert sich der Druck nach seiner Darstellung nicht auf Überholmanöver, sondern auf einen einzigen entscheidenden Moment. Monaco sei traditionell ein Ein-Stopp-Rennen, sagte Komatsu, und deshalb könne „das Entscheidende auch nur rund um diesen einen Stopp passieren, was wiederum für enormen Druck sorgt“. Der Preis für Fehler sei entsprechend hoch: „Wenn dir dabei ein kleiner Fehler unterläuft, war es das, dann bist du erledigt und kannst das nicht mehr aufholen.“