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James Vowles erklärt seinen Williams-Wechsel

James Vowles hat offengelegt, dass sein Wechsel von Mercedes zu Williams Ende 2022 aus einer klaren Erkenntnis entstand: Solange Toto Wolff bei Mercedes weitermachte, war sein Weg an die Spitze dort blockiert, und unter vier Teamchef-Optionen war Williams das Projekt, das ihn sofort überzeugte.

Der heutige Williams-Teamchef sagte im Gespräch mit Frankie Langan, dass ein offenes Gespräch mit Wolff den Ausschlag gab. Wolff sei „immer noch der Beste, den es da draußen gibt“ und „nicht am Ende seiner Reise“. Daraus habe sich für ihn eine einfache Entscheidung ergeben: „Entweder verlangsame ich mein Wachstum, oder ich gehe woanders hin.“

Vowles machte deutlich, dass es damals nicht nur um eine einzelne Vakanz ging. „Ende 2022 war da nicht nur Williams, sondern es lagen vier verschiedene Möglichkeiten auf dem Tisch“, sagte er. Trotzdem habe sich das Team aus Grove schnell von den anderen Optionen abgesetzt. „Es war die Chance, die bei mir am meisten Anklang gefunden hat. Nach dem Treffen mit Williams habe ich den Vertrag in sieben Tagen unterschrieben, was unter allen Umständen wirklich schnell ist. Es hat einfach gepasst.“

Wie schnell die Entscheidung fiel, unterstreicht auch der Ablauf, den Vowles schilderte. Alles habe mit „einem Telefonanruf“ begonnen. Wenige Tage später saßen „insgesamt etwa acht von uns im Raum“, dann folgte „der Vertrag sieben Tage später. Das war’s. Der Rest ist Geschichte.“

Dass Williams ihn so deutlich anzog, hatte für Vowles sowohl persönliche als auch sportliche Gründe. Er nannte den Rennstall „eine so legendäre Marke“ und sagte, dass er das Team schon als Kind verfolgt habe. „Ich fühle mich ihm wirklich verbunden. Ich liebe die Unabhängigkeit. Ich liebe, wofür es steht.“ Dazu komme, dass Williams „genauso viele Meisterschaften wie Mercedes“ habe und „die Investition dahinter ernsthaft und echt“ sei.

Für Vowles war der Reiz deshalb größer als nur der Schritt in die erste Reihe einer Formel-1-Organisation. Er sieht darin eine seltene Aufbauaufgabe. „Ich glaube, wenn ich eine Chance in meinem Leben wählen müsste, dann wäre es diese: ein Team wie dieses mit der richtigen Investition zurück an die Spitze zu bringen“, sagte er.

Gleichzeitig stellte Vowles klar, dass seine Jahre bei Mercedes die Grundlage für diesen Schritt gelegt haben. Er sprach von einem „großen Glück mit Toto“ und bezeichnete Wolff als „einen unglaublichen Anführer“ und „einen wirklich guten Menschen“, der sich die Zeit genommen habe, ihn auf eine Führungsrolle vorzubereiten. „Ohne seine Hilfe, ohne seine Unterstützung hätte ich schlicht nicht den Hintergrund gehabt, um das tun zu können“, sagte Vowles.

Bei Mercedes habe er bereits schrittweise Aufgaben übernommen, die über klassische Strategiearbeit hinausgingen, darunter Verantwortlichkeiten rund um die Fahrer und den Aufbau der Nachwuchsakademie. Den vollen Teamchef-Rahmen habe er dort aber nicht gehabt. Gerade deshalb wurde das Gespräch mit Wolff zum Wendepunkt seiner Karriere und Williams zu der Gelegenheit, aus der zweiten Reihe in die oberste Führungsrolle zu wechseln.