Lewis Hamilton hat seinen starken Start in die Formel-1-Saison 2026 als direkte Antwort auf jene Stimmen beschrieben, die ihn nach seinem schwierigen ersten Jahr bei Ferrari bereits abgeschrieben hatten.
Nach drei Podestplätzen in den ersten drei Rennen sagte der siebenmalige Weltmeister, es habe sich gut angefühlt, die Zweifel an seiner Zukunft auf der Strecke zu widerlegen. 2025 war für Hamilton noch ein Tiefpunkt gewesen: In seiner ersten Saison für Ferrari kam er mit dem komplizierten SF-25 nicht zurecht und beendete das Jahr ohne ein einziges Grand-Prix-Podium. Laut den vorliegenden Berichten war das ein Novum in seiner Karriere und nährte Spekulationen, seine Formel-1-Laufbahn gehe dem Ende entgegen.
Hamilton machte klar, dass ihn genau diese Reaktionen zusätzlich angetrieben haben. Gegenüber F1 sagte der Ferrari-Fahrer: „Wenn man schwierige Jahre durchmacht, gibt es überall viele Fragen.“ Besonders gestört habe ihn, dass Kritiker seine Leistungen infrage stellten, obwohl sie selbst nicht annähernd vergleichbare Erfolge vorzuweisen hätten. „Am Ende habe ich bestimmte Leute gesehen, die bei weitem nicht den Erfolg hatten, den ich hatte, und die weiterhin negativ reden“, sagte Hamilton.
Der Kontrast zum Vorjahr könnte nach nur wenigen Rennen kaum deutlicher sein. Hamilton stand bereits in den ersten drei Saisonläufen auf dem Podium. In China gelang ihm dabei sein erstes Ferrari-Podium überhaupt, im 26. Rennen seit seinem Wechsel nach Maranello. In der Fahrerwertung liegt er aktuell auf Rang vier.
Für Hamilton ist dieser Auftakt mehr als nur ein ordentliches Ergebnisblatt. Er versteht ihn als Beleg dafür, dass er weiterhin an der Spitze mitkämpfen kann, obwohl 2025 viele Beobachter zu einem anderen Schluss gekommen waren. „Es fühlte sich großartig an, zurückzukommen, in diese Saison zu gehen und stark zu starten, um zu zeigen, dass ich immer noch habe, was man braucht, um vorne mitzufahren“, sagte er. „Ich werde weiter versuchen, auf diese Weise aufzutreten und abzuliefern.“
Dass sein Ferrari-Debütjahr so schwer wog, erklärt auch die Wucht dieser frühen Wende. Hamilton war nach drei komplizierten Jahren bei Mercedes nach Maranello gewechselt, um seiner Karriere neuen Schwung zu geben. Stattdessen blieb 2025 der erhoffte Neustart aus. Gerade deshalb haben die Resultate zu Beginn von 2026 nun eine größere Bedeutung als bloße Podestplätze: Sie haben die Debatte von Rücktrittsgerüchten zurück auf Leistung verschoben.
Für Ferrari ist das nicht weniger wichtig. Ein Hamilton, der sofort wieder regelmäßig auf dem Podium steht, verändert das sportliche Bild des Teams und stärkt die Hoffnung, dass die Partnerschaft nach dem Fehlstart des Vorjahres doch noch das Niveau erreichen kann, das sich beide Seiten bei seinem Wechsel versprochen hatten.
© Jonathan Borba