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Hamilton fährt Ferraris seltenen Dreisitzer

Lewis Hamilton ist nur wenige Tage nach seinem ersten Grand-Prix-Sieg für Ferrari in Barcelona auf der privaten Ferrari-Strecke in Fiorano am Steuer eines der ungewöhnlichsten Autos der Scuderia aufgetaucht: des selten gezeigten dreisitzigen Formel-1-Wagens mit zwei Passagieren an Bord.

In Videos, die in sozialen Medien kursierten, war Hamilton auf dem Testkurs in Fiorano am Lenkrad des Ferrari-Dreisitzers zu sehen. Das Auto ist so aufgebaut, dass der Fahrer mittig sitzt, während links und rechts dahinter zwei Passagiersitze Platz für Mitfahrer bieten. Genau diese Konfiguration war auch bei den Runden mit Hamilton zu erkennen.

Der Auftritt fiel nicht zufällig in eine Phase, in der Hamiltons Wechsel zu Ferrari sportlich erstmals richtig Fahrt aufgenommen hat. Sein Sieg beim Grand Prix von Barcelona-Catalunya war sein erster im Ferrari, und laut den vorliegenden Angaben liegt der Brite in der Fahrerwertung nun auf Rang zwei, 41 Punkte hinter Spitzenreiter Kimi Antonelli. Damit bekam ein ohnehin auffälliger Auftritt in Fiorano zusätzliche Aufmerksamkeit, weil er direkt auf den bisher wichtigsten Moment seiner Ferrari-Zeit folgte.

Der Dreisitzer selbst ist ein besonderes Stück Ferrari-Geschichte. Das Konzept wurde 2003 von Rory Byrne entwickelt und basierte auf dem F2002, einem der erfolgreichsten Ferrari-Formel-1-Autos jener Ära. 2013 wurde das Modell überarbeitet und modernisiert, blieb aber seiner ursprünglichen Idee treu: ausgewählten Gästen ein Erlebnis zu bieten, das so nah wie möglich an das Gefühl in einem echten Formel-1-Auto herankommt.

Dazu passt auch die Technik des Fahrzeugs. In den vorliegenden Berichten wird der Ferrari mit einem 3,0-Liter-V10-Motor beschrieben, der mehr als 800 PS leisten soll. Gerade in einer Zeit, in der aktuelle Formel-1-Autos längst anders klingen und konstruiert sind, macht genau dieser V10 den Reiz des Autos aus. Der Dreisitzer ist nicht nur eine Kuriosität, sondern auch ein rollender Verweis auf eine Ferrari-Epoche, die bei vielen Fans bis heute besonders hoch im Kurs steht.

Entsprechend fielen die Reaktionen online aus. Ein Reddit-Nutzer schrieb in einer zitierten Reaktion: „Das ist absolut unglaublich, und ich kann mir nur vorstellen, wie verdammt cool es wäre, mit Lewis am Steuer in diesem Auto zu sitzen.“ Die Szene traf damit genau den Punkt, der solche Fiorano-Ausfahrten so wirksam macht: ein aktueller Ferrari-Starfahrer in einem kaum zu sehenden V10-Auto, das Vergangenheit und Gegenwart der Marke in einem Bild zusammenführt.

Für Hamilton selbst unterstreicht der Auftritt vor allem, wie schnell sich seine Rolle bei Ferrari verändert hat. Nach seinem ersten Sieg im roten Auto steht er sportlich so stark da wie bisher noch nicht seit seinem Wechsel, und der Fiorano-Einsatz setzte dieses Momentum sofort in Szene. Mit Rang zwei in der WM und 41 Punkten Rückstand auf Antonelli richtet sich der Blick nun nicht mehr nur auf den Symbolwert seines Ferrari-Kapitels, sondern auf die Frage, wie ernsthaft Hamilton in den weiteren Titelkampf eingreifen kann.