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Hamilton erklärt Kanada-2007 als Karriere-Wendepunkt

Lewis Hamilton sagt, sein erster Formel-1-Sieg in Kanada 2007 sei der Moment gewesen, in dem er McLaren und sich selbst bewiesen habe, dass er Fernando Alonso auf Augenhöhe schlagen konnte, sobald beide im Qualifying mit derselben Spritmenge fuhren.

Der Brite blickte auf das Rennen in Montreal als Schlüsselmoment seiner Karriere zurück. Nach eigener Darstellung bekam Alonso in den ersten Saisonrennen bei McLaren im Qualifying meist die leichtere Benzinladung, die die Autos im Boxenstopp-Fenster um etwa zwei Runden trennte. In der Tank-Ära bedeutete das direkt einen Nachteil in Q3, weil die Autos bereits mit der Spritmenge für den ersten Rennstint unterwegs waren.

Hamilton sagte, er habe dadurch das Gefühl gehabt, deutlich mehr leisten zu müssen, um überhaupt vor seinem Teamkollegen zu liegen. „Gebt mir einfach die Chance und ich zeige euch, was ich kann“, sagte Lewis Hamilton den Medien, darunter RacingNews365, über seinen damaligen Kampf um Gleichbehandlung. Nach seiner Schilderung musste er „mindestens eine Zehntelsekunde oder ein bisschen mehr“ schneller sein als Alonso, um den Nachteil auszugleichen.

Die Ausgangslage war intern aufgeladen. Hamilton kam 2007 als 22-jähriger Rookie zu McLaren, an der Seite des amtierenden Doppel-Weltmeisters Alonso. Gleichzeitig, so erinnerte er sich, habe im Team die Erwartung bestanden, dass er rund eine halbe Sekunde langsamer sein würde. Für Hamilton wurde daraus früh ein Kampf darum, nicht nur mitzuhalten, sondern sich gleichen Status zu verdienen.

In Kanada änderte sich das nach seiner Version entscheidend. McLaren ließ beide Autos dort mit derselben Spritmenge fahren, später auch in Indianapolis. Das Ergebnis in Montreal fiel sofort deutlich aus: Hamilton holte seine erste Pole-Position in der Formel 1 mit vier Zehntelsekunden Vorsprung auf Alonso und gewann anschließend das Rennen. Hinter ihm wurde Nick Heidfeld im BMW Sauber mit 4,343 Sekunden Rückstand Zweiter, während Alonso als Siebter 22 Sekunden zurücklag.

Für Hamilton war das mehr als nur der erste Sieg. „Es war ein ganz besonderer Moment für mich, weil ich für etwas gekämpft habe, an das ich wirklich geglaubt habe. Und als sie mir diese Chance gaben, habe ich diesen Glauben bestätigt“, sagte er. Damit habe er aus seiner Sicht nicht nur seine eigene Überzeugung bestätigt, sondern auch die Einschätzung widerlegt, er werde Alonso über die Saison hinweg klar hinterherfahren.

Rückblickend beschreibt Hamilton Montreal damit als den Punkt, an dem aus einem hoch eingeschätzten Rookie ein echter interner Gegner für Alonso wurde und eine der intensivsten teaminternen Rivalitäten der Formel 1 voll entbrannte.