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Hamilton erklärt Ferrari-Umschwung nach Krisenjahr

Lewis Hamilton sagt, Ferraris Umstrukturierung über den Winter habe seinen Alltag in Maranello "komplett verändert" und ihn nach einer schwierigen ersten Saison in eine "wirklich glückliche" Situation gebracht.

Vor dem Kanada-Grand-Prix erklärte der siebenmalige Weltmeister, dass sich nicht nur die Arbeit an der Strecke, sondern auch die Abläufe im Werk spürbar verändert hätten. Hamilton sagte, Ferrari habe intern "enorm viele Veränderungen" vorgenommen, sowohl im Rennteam als auch in der Arbeitsweise in Maranello, und fügte hinzu, es sei "wahrscheinlich das beste Funktionieren, das wir jemals zusammen hatten".

Der wichtigste personelle Schritt war der Wechsel auf der Kommandoseite seines Autos. Riccardo Adami wurde nach dem Winter von Hamiltons Renningenieur-Position abgezogen, nachdem die "Chemie" zwischen beiden laut Hamilton nie wirklich funktioniert hatte. Ferrari setzte stattdessen Carlo Santi ein, den früheren Renningenieur von Kimi Räikkönen. Zudem war vorgesehen, dass der Franzose Cédric Michel-Grosjean die Rolle später übernehmen soll.

Dass dieser Einschnitt nötig war, erklärt sich aus Hamiltons erstem Jahr bei Ferrari. Er beschrieb das Auto jener Saison als wenig konkurrenzfähig und sagte, es sei im Verlauf des Jahres praktisch nicht mehr weiterentwickelt worden. Hamilton blieb ohne Podestplatz und schied an drei Samstagen in Folge bereits in Q1 aus.

Als Tiefpunkt nannte er das Ungarn-Wochenende. Dort schied er im Qualifying früh aus, startete nur von Platz 12 und bezeichnete sich danach selbst als "nutzlos".

Hamilton sagte, die Anpassung zwischen ihm und Ferrari habe "auf beiden Seiten lange gedauert". Gerade in der schwierigen Phase habe ihn frustriert, technisch nicht mehr beitragen und bei der Entwicklung nicht stärker eingreifen zu können. Nach den jüngsten Änderungen sei das nun anders, "natürlich" vor allem mit Blick auf das Auto für 2026.

Damit bekommt Ferraris Winter-Umbau auch sportlich Gewicht. Hamilton verbindet die bessere interne Dynamik nicht nur mit seinem persönlichen Wohlbefinden, sondern auch mit einem wirksameren Arbeitsprozess, während Ferrari versucht, den Rückstand auf Mercedes in der Konstrukteurswertung zu verkürzen.