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Hamilton droht Strafe nach Piastri-Behinderung

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Lewis Hamilton hat sich in Budapest zwar mit nur 0,012 Sekunden Rückstand auf Lando Norris auf Rang zwei qualifiziert, doch seine Startposition für den Ungarn-GP ist nach einer möglichen Behinderung von Oscar Piastri in Kurve 1 akut gefährdet.

Der Ferrari-Pilot wurde nach dem Qualifying von den Stewards vorgeladen, nachdem Piastri auf seiner letzten schnellen Runde in Q3 hinter Hamilton auflief und seine Attacke faktisch verlor. Der McLaren-Fahrer machte danach klar, dass für ihn nicht die gelbe Flagge nach Max Verstappens Dreher das Problem war, sondern Hamiltons Position auf der Strecke. „Lewis hat einfach nicht in seine Spiegel geschaut“, sagte Piastri. „Die gelbe Flagge wegen Verstappen war für mich kein Problem, ich war schon vorbei.“ Piastri, der vorläufig Fünfter ist, war überzeugt, dass ihn die Szene jede realistische Chance auf einen deutlich besseren Startplatz kostete.

Hamilton bestritt jede Absicht und erklärte, er habe Piastris Anflug auf einer fliegenden Runde nicht erkannt. Lewis Hamilton, Ferrari-Fahrer, sagte in der Pressekonferenz nach der Session: „Man hat es mir genau in dem Moment gesagt, als Piastri am Scheitelpunkt in der Kurve hinter mir war. Ich hatte keine Ahnung, dass er kam.“ Er ergänzte, er habe geglaubt, alle anderen hätten ihre Runde bereits beendet und hinter ihm befinde sich Charles Leclerc: „Offensichtlich war es nicht absichtlich.“

Für Ferrari ist der Vorfall besonders heikel, weil das Team bis in die Schlussphase hinein nach Pole aussah. Hamilton hatte nach den ersten Q3-Runs noch geführt, ehe Norris am Ende doch vorbeizog. Hamilton verbesserte sich auf seinem letzten Versuch nicht mehr und verlor die Bestzeit an den McLaren-Piloten.

McLaren rechnet nun mit Konsequenzen. Andrea Stella, Teamchef von McLaren, sagte nach dem Qualifying: „Normalerweise sollte Lewis eine Strafe bekommen.“ Nach Stellas Einschätzung ist in solchen Fällen üblicherweise eine Rückversetzung um drei Startplätze fällig, was Piastri auf Rang vier nach vorne bringen würde.

Ferrari verwies derweil auf einen zu späten Hinweis aus der Box. Frederic Vasseur, Teamchef von Ferrari, sagte Sky, Hamilton sei informiert worden, als er „schon mitten in der Kurve“ gewesen sei und nichts mehr habe tun können. Für den Fall einer Strafe erwartet Vasseur trotzdem keine grundlegende Änderung der Rennstrategie. Dann würde Charles Leclerc einen Platz gewinnen, selbst wenn Hamilton entsprechend zurückfiele.

Damit hängt vor dem Start nicht nur Hamiltons Frontreihe am seidenen Faden. Die Entscheidung der Stewards könnte auch Ferraris interne Reihenfolge verändern und Piastri auf einer Strecke, auf der Startpositionen besonders viel wert sind, unmittelbar nach vorn rücken lassen.

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