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Hadjar verteidigt Red-Bull-Start neben Verstappen

Isack Hadjar sagt, seine ersten drei Rennen als neuer Teamkollege von Max Verstappen bei Red Bull seien wie erwartet verlaufen, auch wenn daraus bislang nur ein Punkteergebnis entstanden ist. Der Franzose sieht den Grund dafür nicht im berüchtigten zweiten Cockpit neben Verstappen, sondern in einem Auto, das derzeit sehr schwer zu fahren sei und unter großen Balanceproblemen leide.

Im Gespräch mit F1 räumte Hadjar ein, dass er den Wechsel zunächst mit Sorge betrachtet habe. Der Abstand zwischen Verstappen und dessen Teamkollegen habe auf ihn schon seltsam gewirkt. Diese Zweifel habe er aber schnell beiseitegeschoben. „Natürlich, auf eine gewisse Art“, sagte Hadjar auf die Frage, ob ihn der Schritt beunruhigt habe. „Wenn man sich die Abstände zwischen Max und seinen Teamkollegen anschaut, denkt man: Das ist schon seltsam.“ Gleichzeitig sei er realistisch geblieben: „Es sind neue Regeln, wir haben das gleiche Auto. Wenn ich glaube, dass ich gut bin, dann bin ich gut, und damit hat es sich.“

Gerade deshalb wertet Hadjar den Saisonauftakt als Bestätigung. „In den ersten drei Rennen ist im Grunde alles so gelaufen, wie ich es erwartet hatte“, sagte er. Zwar hatte Red Bull in Australien, China und Japan Mühe, an der Spitze mitzuhalten, doch Hadjar betont, dass die ersten Ergebnisse nur einen kleinen Ausschnitt zeigen.

Sein bislang einziges zählbares Resultat war Rang acht in Shanghai. Das allein spiegele seine Leistung aber nicht wider. „Es ist eine kleine Stichprobe, das Auto ist im Moment eben, wie es ist, es ist sehr schwer zu fahren“, sagte Hadjar. Er liege trotzdem „nicht allzu weit“ hinter Verstappen und sei zufrieden mit dem, was er bislang gezeigt habe.

Hadjar macht damit klar, dass er die Erwartungen an sich selbst erfüllt sieht, obwohl Red Bulls aktuelles Paket sein Potenzial begrenzt. „Ich bin zufrieden damit, wie ich in diesen ersten drei Rennen mit dem Auto unter mir abgeliefert habe“, sagte er. „Alles in allem ist es ziemlich gut.“

Seine Einordnung ist auch deshalb bemerkenswert, weil Hadjar überzeugt ist, einen Platz in einem Topteam verdient zu haben. Nach drei Wochenenden lautet seine Botschaft, dass seine Nähe zu Verstappen bisher eher für ihn spricht als gegen ihn, selbst wenn der schwierige RB22 das in den Resultaten noch nicht vollständig zeigt.