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Haas setzt in Spielberg auf Hirakawa im FP1

Haas ersetzt beim Grand Prix von Österreich im ersten freien Training Esteban Ocon durch Ersatzfahrer Ryo Hirakawa. Für den Japaner ist es der erste offizielle Formel-1-Einsatz der Saison 2026 und zugleich seine erste Fahrt im VF-26.

Der Einsatz am Red Bull Ring ist Teil der Rookie-Vorgabe der FIA. Hirakawa bestreitet damit Haas’ erste von vier verpflichtenden FP1-Sessions mit einem Nachwuchsfahrer in diesem Jahr, nachdem er bereits 2025 vier Trainings für das Team absolviert hatte.

Für Haas ist der Tausch mehr als nur eine Pflichtaufgabe. Teamchef Ayao Komatsu will gezielt Rückmeldungen von einem Fahrer, der den VF-26 bislang noch nicht gefahren ist. Hirakawa kommt zudem direkt mit Rückenwind nach Spielberg, nachdem er erst vor zwei Wochen mit Toyota in der WEC in Le Mans auf das Podium gefahren war. „Wir werden Ryō in Österreich für FP1 ins Auto setzen, daher wird es gut sein, sein Feedback zu bekommen, da er den VF-26 noch nicht gefahren hat“, sagte Ayao Komatsu, Teamchef von TGR Haas F1 Team. Er verwies auch darauf, dass Hirakawa in dieser Saison erneut eine wichtige Rolle im TPC-Programm des Teams spiele.

Hirakawa selbst sieht die 60 Minuten vor allem als Arbeitsauftrag. „Das Ziel ist, mich so schnell wie möglich an das Auto zu gewöhnen und so viele Daten wie möglich zu sammeln, damit ich das Team bestmöglich unterstützen kann“, sagte er. Zuvor bedankte er sich bei Toyota Gazoo Racing und Haas für die Gelegenheit und bezeichnete den Red Bull Ring als idealen Kurs für seine erste Ausfahrt im VF-26, weil die Strecke sowohl Geraden als auch langsame und schnelle Kurven bietet.

Der Einsatz fällt in eine Phase, in der Haas wieder Stabilität sucht. Nach Punkten in vier der ersten fünf Rennen blieben die Ergebnisse zuletzt hinter den Erwartungen zurück. Komatsu sieht deshalb gerade im Doppelpack aus Österreich und Großbritannien die Chance, das Verständnis für den VF-26 zu vertiefen.

Die FP1-Entscheidung passt in einen besonders dichten Saisonabschnitt mit vier Rennen in fünf Wochenenden. Komatsu machte klar, dass Haas in dieser Phase „operativ besser“ werden müsse und nach dem jüngsten Rückschlag wieder „dieses Maß an Konstanz“ finden wolle.