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Gasly-Podium vor Gericht: McLaren fordert Klarheit

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Der Internationale Berufungsgerichtshof der FIA verhandelt in Paris hinter verschlossenen Türen über den Einspruch von McLaren und Red Bull gegen die Aufhebung von Pierre Gaslys Monaco-Strafen und seine Rückversetzung auf Rang drei.

Der Alpine-Pilot hatte in der Boxengasse von Monaco, in der ein Limit von 60 km/h galt, zwei Fünf-Sekunden-Strafen für Geschwindigkeitsverstöße erhalten. Da Gasly keine der Strafen im Rennen verbüßte, wurden zehn Sekunden zu seiner Endzeit addiert, wodurch er zunächst vom dritten auf den siebten Platz fiel. Nach einer Überprüfung strichen die Kommissare jedoch beide Strafen und gaben ihm den dritten Rang zurück.

Alpine hatte das Recht auf Überprüfung beantragt, nachdem ein Fehler bei der Berechnung der Boxengassendistanz festgestellt worden war. Die für das Tempolimit verwendete Distanz war um 77 Zentimeter zu groß angesetzt worden. Die Kommissare werteten diese Information als neu, relevant und erheblich genug, um den Fall erneut aufzurollen.

Genau darin sehen McLaren und Red Bull das grundsätzliche Problem. Oscar Piastri hatte seine eigene Fünf-Sekunden-Strafe bereits bei einem Boxenstopp abgesessen, während Gaslys Sanktionen erst nach dem Rennen auf seine Gesamtzeit aufgeschlagen werden sollten. Das Formel-1-Reglement bietet keinen Mechanismus, die Folgen einer bereits verbüßten Strafe nachträglich zu beseitigen.

Andrea Stella, McLaren-Teamchef, sagte vor der Anhörung gegenüber Medien einschließlich RacingNews365: „Das erste Ziel geht über die Interessen von McLaren hinaus. Wir sind der Ansicht, dass der Prozess nach dem Rennen in Monaco überprüft werden muss, weil die Aufhebung der Strafe unter dem Gesichtspunkt der Fairness gegenüber allen Teilnehmern erhebliche Bedenken aufwirft.“

Stella verwies auch auf technische Fragen zur Berechnung des Pitlimiters, stellte aber das Prinzip in den Vordergrund. McLaren sei durch das Absitzen einer nicht anfechtbaren Strafe konkret benachteiligt worden, sagte er, und habe dadurch Meisterschaftspunkte verloren.

Das Urteil betrifft damit nicht nur Gaslys Monaco-Klassifikation, sondern auch die Frage, wie die Formel 1 künftig mit Messfehlern und Strafen umgehen kann, deren Folgen für verschiedene Teams nicht gleichermaßen rückgängig zu machen sind.

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