© Artes Max from Spain

Ferrari verlängert mit Leclerc vor Monaco

Ferrari hat am Mittwochmorgen bestätigt, dass Charles Leclerc auch in den kommenden Formel-1-Saisons für die Scuderia fahren wird. Damit sind die zuletzt aufgekommenen Spekulationen über einen möglichen Abschied des Monegassen mitten in der Silly Season vorerst beendet.

Die Scuderia teilte in einer Pressemitteilung lediglich mit, Leclerc werde auch künftig die Farben des Teams tragen. Eine genaue Laufzeit des neuen Vertrags nannte Ferrari nicht. Gerade deshalb ist die Verlängerung vor Leclercs Heimrennen in Monaco vor allem als klares Signal zu verstehen: Ferrari bindet den 28-Jährigen weiter als zentrale Figur seines Projekts, die Weltmeisterschaft nach Maranello zurückzuholen.

Leclerc selbst stellte genau diesen Punkt in den Mittelpunkt. Charles Leclerc sagte in der Mitteilung, Ferrari sei für ihn „schon immer so viel mehr als nur ein Team“ gewesen. „Es ist das Team, das ich seit meiner Kindheit liebe und von dem ich geträumt habe, Teil davon zu sein, und nach all den Jahren ist es zu einer zweiten Familie geworden“, sagte er. Nach gemeinsamen Höhepunkten und schwierigeren Phasen glaube er „mehr denn je“ an das Team und an das gemeinsame Ziel, „die Weltmeisterschaft zurück nach Maranello zu holen“.

Dass Ferrari an Leclerc festhält, passt zur besonderen Stellung, die er sich im Team längst erarbeitet hat. Seine Verbindung zur Scuderia reicht bis ins Jahr 2016 zurück, als er in die Ferrari Driver Academy aufgenommen wurde. Nach dem Formel-2-Titel 2017 folgte 2018 sein Formel-1-Debüt, ehe er 2019 ins Ferrari-Werksteam aufstieg.

Inzwischen gehört Leclerc auch statistisch zu den prägenden Ferrari-Fahrern der modernen Zeit. Mit 155 Grand Prix für die Scuderia ist er bereits der Pilot mit den zweitmeisten Formel-1-Einsätzen für Ferrari. Auch bei den Polepositions liegt er mit 27 auf Rang zwei hinter Michael Schumacher, der 180 Rennen für Ferrari bestritt.

Ferrari-Teamchef Frédéric Vasseur stellte die Entscheidung als folgerichtigen Schritt dar. Vasseur sagte, Leclerc gehöre seit vielen Jahren zur Ferrari-Familie, deshalb fühle sich die Vertragsverlängerung „ganz natürlich“ an. Ferrari habe ihn nicht nur zu einem der stärksten Fahrer der Formel 1 heranwachsen sehen, sondern auch zu jemandem, der vollkommen mit dem Team und allem, wofür Ferrari stehe, im Einklang sei.

Für Ferrari ist die Verlängerung damit mehr als bloße Planungssicherheit. Sie beendet zunächst die Debatte, ob Leclerc seinen WM-Traum anderswo verfolgen könnte, und legt offen, auf wen die Scuderia ihr langfristiges Titelprojekt weiter zuschneidet.