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Doohan sieht 2027 als letzte echte F1-Chance

Jack Doohan hat klargestellt, dass eine Stammcockpit-Rückkehr in die Formel 1 für 2027 seine oberste Priorität ist und wohl seine letzte realistische Chance darstellt, nach dem Verlust seines Alpine-Sitzes wieder ins Grid zu kommen.

Der Australier sagte im Gespräch mit Sky Sports F1 in Monaco, sein Ziel sei es, „es nächstes Jahr zu schaffen“. Zugleich machte er deutlich, wie eng sein Zeitfenster geworden ist: Wenn es für 2027 nicht klappe, werde es danach „es sei denn, auf dem Fahrermarkt passieren völlig verrückte Dinge“ nur schwer noch einmal eine Gelegenheit geben. Entsprechend liege der Fokus nun darauf, sich in eine Position zu bringen, um im kommenden Jahr wieder in ein Formel-1-Auto zu kommen.

Diese Dringlichkeit ist die Folge eines abrupten Karriereknicks. Doohan verlor seinen Alpine-Rennsitz nach nur sechs Saisonläufen 2025, als Franco Colapinto nach Miami übernahm. Für 2026 wechselte er zu Haas, wo er als Reservefahrer Esteban Ocon und Oliver Bearman unterstützt und auf die nächste feste Chance wartet.

Parallel dazu hält er sich mit einem umfangreichen Sportwagenprogramm im Rennbetrieb. Doohan fährt für Nielsen Racing in der LMP2-Klasse zusammen mit David Heinemeier Hansson und Edward Pearson. Zum Programm gehören Einsätze in der World Endurance Championship, in der European Le Mans Series und sein erster Start bei den 24 Stunden von Le Mans.

Genau diese Doppelrolle soll ihm helfen, für die Formel 1 im Blick zu bleiben, auch wenn seine direkte Einsatzzeit bei Haas bislang begrenzt war. Doohan sagte, dass Ryo Hirakawa den Großteil der frühen Testkilometer übernommen habe. Das führte er darauf zurück, dass er selbst erst Mitte Februar zum Team gestoßen sei, während Hirakawa bereits länger im Reserveprogramm eingebunden gewesen sei und solche Abläufe weit im Voraus geplant würden. Einen Einsatz im Haas-F1-Auto stellte er aber in Aussicht und sagte, das werde „sehr schön“.

Trotz des neuen Langstreckenprogramms bleibt die Richtung für Doohan eindeutig. Sollte sich für 2027 kein Formel-1-Cockpit ergeben, rechnet er zwar mit „großartigen Möglichkeiten“ in anderen Kategorien. Gerade deshalb wird die kommende Fahrermarktphase für ihn entscheidend, weil sie bestimmen dürfte, ob Le Mans und Sportwagen nur ein Zwischenschritt bleiben oder der Beginn seiner Karriere außerhalb der Formel 1 werden.