Lewis Hamilton sagt, dass die von ihm nach dem miserablen Ferrari-Jahr 2025 geforderten Veränderungen nun endlich Wirkung zeigen, nachdem ihn zwei zweite Plätze in Kanada und Monaco auf Rang zwei der Fahrer-WM gebracht haben, auch wenn der Rückstand auf Kimi Antonelli weiter 66 Punkte beträgt.
Der Monaco-Podiumsplatz war der vorläufige Höhepunkt von Hamiltons bester Phase seit seinem Wechsel zur Scuderia. Nach Rang drei in China sowie den zweiten Plätzen in Kanada und Monaco ist der Brite in der Gesamtwertung an Charles Leclerc und George Russell vorbeigezogen. Den ersten Ferrari-Sieg hält er für greifbar nah. „Es könnte kaum enger sein“, sagte Hamilton nach dem Rennen in Monaco. „Aber es sind immer noch 66 Punkte. Ich kann es kaum glauben, dass ich Zweiter in der Meisterschaft bin. Darüber bin ich unglaublich glücklich und dankbar.“
Den Aufschwung führt Hamilton direkt auf interne Änderungen zurück, die Ferrari nach seinem schwierigen ersten Jahr umgesetzt habe. Bei der ersten Nennung vollständig: Lewis Hamilton, Ferrari-Fahrer und siebenmaliger Formel-1-Weltmeister, sagte nach Monaco: „Ich hätte das ohne dieses Team nicht geschafft, ohne die Zuverlässigkeit, die wir haben, und auch nicht ohne Fred.“ Hamilton ergänzte: „Fred war großartig in seiner Unterstützung. Letztes Jahr war sehr schwierig für uns beide, und ich habe ihn oft gebeten, bestimmte Änderungen durchzuführen, und er hat das auch getan. Jetzt beginne ich die Früchte davon zu ernten und kann endlich die Leistungen bringen, die das Team von mir erwartet.“
Dass ihn diese Entwicklung so deutlich nach vorn gebracht hat, ist auch deshalb bemerkenswert, weil 2025 bei Ferrari für ihn ohne Grand-Prix-Podium endete. Hamilton schilderte diese Phase als zermürbend, weil klar gewesen sei, was verbessert werden müsse, die Umsetzung aber Zeit brauchte oder erst mit dem neuen Reglement möglich war. Inzwischen, so seine Darstellung, fährt er ein Auto, an dessen Richtung er mitgewirkt hat. Bestimmte Wünsche aus dem Vorjahr seien im aktuellen Paket angekommen, darunter Änderungen an der Aufhängung. Zugleich lobte er die Arbeitsweise des Teams und sagte, die Abstimmungsrichtung und die Innovation seien „eine Million Mal besser“ als im Vorjahr.
Der Fortschritt hat Ferrari aber noch nicht auf Mercedes-Niveau gehoben. Antonelli hat die vergangenen fünf Grands Prix gewonnen und diktiert mit Mercedes weiter die WM. Gerade in Monaco sah Hamilton den verbleibenden Unterschied deutlich. Er sagte, Mercedes sei beim Abtrieb und bei der Traktion „Tag und Nacht“ besser gewesen. Auf dem engen Stadtkurs sei die Motorleistung nicht das Hauptproblem gewesen, sondern die allgemeine Performance des Autos in den Kurven.
Hamilton sieht genau darin nun die nächste Aufgabe. Das Ergebnis von Monaco habe ihm ein klareres Bild davon gegeben, wohin Ferrari entwickeln müsse. Er sprach von einem nützlichen Vergleich, nicht nur wegen seiner Eindrücke im Cockpit, sondern auch wegen dessen, was er direkt bei Antonellis Auto sehen konnte. Ferrari habe Fortschritte gemacht, sei aber noch nicht am Ziel.
Trotz des Rückstands wertet Hamilton seine Lage als Ausgangspunkt für die nächsten Schritte statt als Begrenzung. „Die Saison ist noch sehr jung, also müssen wir weiter jagen“, sagte er. „Ehrlich gesagt ist es einfacher zu jagen als zu verteidigen, sowohl im Sport als auch im Leben. Diese Jungs sind unglaublich schnell und ihr Team ist großartig, aber wir bleiben dran, wir jagen weiter. Und ich habe keinen Zweifel daran, dass wir es irgendwann schaffen werden.“
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